Durch Hitze soll der "Heat_it" bei Insektenstichen helfen

“Heat_it” fürs Smartphone hilft gegen juckende Gelsenstiche

Mittwoch, 03. Februar 2021 | 17:27 Uhr

Die Messe Ispo ist ein Schaufenster in die Welt der Sportartikel. Hersteller präsentieren hier ihre Neuheiten, 2021 zum ersten Mal nur digital. Es gibt Kurioses, Nützliches und Spaßiges zu entdecken – auch für das Smartphone gibt es einige Accessoires wie einen Mini-Stecker gegen Gelsenstiche oder eine Sonnenschutz-App.

Gegen Schmerzen und Juckreiz nach Insektenstichen kann Kühlen helfen, aber auch Hitze – entsprechende Hitzestifte bekommt man zum Beispiel in der Apotheke. Es gibt sie aber auch als kleine Stöpsel fürs Smartphone: Dieses Produkt heißt “Heat_it” und sieht aus wie ein winziger USB-Stick. Es funktioniert so: Wurde man gestochen, stöpselt man diesen Stecker an sein Smartphone-Ladeanschluss. Durch den Strom heizt er sich auf.

Eine App gibt Bescheid, wann er heiß genug ist und wie lange man ihn auflegen sollte – abhängig davon, ob es sich um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt und ob die Hautstelle empfindlich ist.

Heat_it soll bei Stichen von Mücken, Bremsen, Wespen und Bienen helfen. Die Hitze soll die Nerven unter der Haut beeinflussen – so werde die Reizweiterleitung reduziert und das Jucksignal nicht mehr richtig übermittelt, erklärt der Hersteller.

Erhoffter Effekt: Das Bedürfnis, sich zu kratzen, soll nachlassen. Das Prinzip dahinter heißt Hyperthermie.

Das vom Tüv Süd zertifizierte Medizinprodukt, das in Deutschland entwickelt wurde, kostet für Android-Smartphones mit USB-C-Anschluss 30 Euro – wer einen älteren Androiden besitzt, kann für fünf Euro einen Micro-USB-Adapter dazukaufen. Besitzer eines iPhones mit Lightning-Anschluss zahlen 40 Euro für den Mini-Hitzestecker.

Mit Sensor und App zu mehr Sonnenschutz

Viele Menschen unterschätzen die Kraft der Sonne – und holen sich einen Sonnenbrand, weil sie nicht rechtzeitig in den Schatten gehen oder nicht ausreichend eingecremt sind. Hier setzt Start-up Ajuma aus München an. Es hat ein UV-Messgerät entwickelt, dass man am Arm, am Fahrradlenker oder etwa an seiner Kleidung befestigen kann.

Der Sensor gibt seine gemessenen Werte an eine App weiter – diese zeigt die Intensität der ultravioletten (UV) Strahlung und gibt an, wie lange man noch in der Sonne bleiben kann. Dafür soll man vorher nur seinen Hauttyp und den Lichtschutzfaktor seiner Sonnencreme eingeben. Einzelne dieser Funktionen der App sind allerdings kostenpflichtig. Der Sensor kostet einmalig 50 Euro.

Der Hautarzt Christian Liebich bewertet den Nutzen der Anwendung zurückhaltend: Zwar kann man den Lichtschutzfaktor eingeben. Doch der Sensor könne natürlich nicht kontrollieren, ob sich sein Nutzer auch mit der ausreichenden Menge Sonnencreme eingerieben habe, sagt er. Hier seien viele Menschen nämlich zu sparsam und haben dann auch nicht den durch die Creme erhofften Schutz vor der Sonne.

“Die Anwendung sollte einen nicht in falscher Sicherheit wiegen”, sagt Liebich. “So ein Sensor mit App ist nett zu haben, aber kein Muss. Generell sollte man die je nach Hauttyp erlaubte Sonnenaufenthaltsdauer nie vollends ausnutzen.”

Von: APA/dpa