Erreichbarkeit erhält zentrale Bedeutung für Südtirol

HGV-Landesausschuss besichtigte BBT-Tunnel

Freitag, 31. Juli 2015 | 15:44 Uhr

Bozen – Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Landesausschusses des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) in der Festung Franzensfeste ging es auch um die Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes Südtirol. In Anwesenheit von Martin Ausserdorfer, Direktor der Beobachtungsstelle des Brennerbasistunnels, unterstrich HGV-Präsident Manfred Pinzger den zentralen Stellenwert, welche die Erreichbarkeit für das Tourismusland Südtirol hat. Neben einem funktionierenden Flughafen, der nicht nur für den Tourismus, sondern für Südtirol allgemein wichtig ist, spielt dabei auch der Zug eine wichtige Rolle, so Martin Ausserdorfer.

Zudem zeigte er in seinen Ausführungen auf, wie sich der Brennerbasistunnel mit den regionalen Zugverbindungen in Südtirol optimal verbinden lässt. „Nach Fertigstellung des Brennerbasistunnels ist Südtirol in rund zwei Stunden von München aus erreichbar. Somit sind wir quasi zum Wohnzimmer der Bayern geworden“, meinte Ausserdorfer. Diese Chance müsse man offensiv nutzen. Deshalb mache die Anbindung der bekanntesten Ski- und Wandergebiete in Südtirol mit dem Zug und die Aufwertung der bestehenden Zugstrecken Sinn. Ausserdorfer bestätigte, dass der Bahnhof Franzensfeste zum Knotenpunkt für das östliche Südtirol (Eisacktal, Pustertal/Gadertal) werde und dass die Züge dort Halt machen werden. „Das ist sehr wichtig, damit die Zugreisenden einen direkten Anschluss an das Pustertal/Gadertal erhalten“, betonte HGV-Präsident Manfred Pinzger. Parallel dazu müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit Südtirol weiterhin mit dem Flugzeug erreicht werden kann. „Für weiter entfernt liegende Gebiete muss es die Möglichkeit geben, Südtirol auch mit dem Flugzeug zu erreichen“, war man sich einig. 

Bei einer anschließenden Baustellenbesichtigung in Mauls wurde das Projekt des Brennerbasistunnels und der nördlichen und südlichen Zulaufstrecken im Detail vorgestellt. Dabei wurde darauf verwiesen, dass allmählich auch heimische Firmen bei den Ausschreibungen zum Zuge kommen. Insofern bringe diese Jahrhundertbauwerk auch einen wirtschaftlichen Mehrwert für Südtirols Wirtschaft. Wichtig sei auch, dass der Bau des Brennerbasistunnels touristisch genutzt werden sollte, heißt es abschließend in der Presseaussendung.

Von: ©lu