Stellungnahme zum offenen Brief von Robert Alexander Steger

HGV weist Vorwürfe zurück

Mittwoch, 13. Juli 2022 | 15:32 Uhr

Bozen – Es bleibt dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Pustertal Robert Alexander Steger unbenommen, erneut in einem Offenen Brief zum Landestourismusentwicklungskonzept LTEK und der damit vorgesehenen Bettenobergrenze im Tourismus Stellung zu beziehen. Mit aller Entschiedenheit weist der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) aber die Unterstellung zurück, dass für den HGV der Tourismus nur aus „Großhotels“ bestehe.

„Seit Beginn der Diskussion hat der HGV immer darauf bestanden, dass speziell die kleinen familiengeführten Betriebe auch weiterhin Entwicklungsperspektiven haben müssen. Ebenso hat der HGV immer wieder unterstrichen, dass es in Südtirol sehr viele unterschiedliche touristische Realitäten gibt, welche im LTEK berücksichtigt werden müssen. Insofern ist der Vorwurf Stegers gegenüber dem HGV, dass er die kleinen Betriebe ignoriere und alle Betriebe über einen Kamm schere, fehl am Platz“, unterstreicht HGV-Präsident Manfred Pinzger. Ebenso setze sich der HGV seit vielen Jahren für den Bestand von Dorfgasthäusern ein, unter anderem, indem auch eine spezielle Förderung für Dorfgasthäuser eingeführt worden ist.

Wenn Alexander Robert Steger behauptet, dass der Bauernbund für den Erhalt des peripheren ländlichen Raumes kämpft, dann mag das stimmen. Zum Erhalt des ländlichen Raumes, zur Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort und zur wirtschaftlichen Entwicklung der peripheren Dörfer und Fraktionen habe auch der Tourismus in den letzten Jahrzehnten wesentlich beigetragen. „Dass Steger diese Leistung nicht wahrnimmt, ist merkwürdig. Und wenn er kritisiert, dass Berufsgruppen wie HGV und Bauernbund gegeneinander aufgebracht werden, dann tut er genau dasselbe in seinem Offenen Brief, indem er sich als Unterstützer für die Landwirtschaft ausgibt und gleichzeitig dem HGV unwahre Behauptungen unterstellt“, heißt es abschließend in der Presseaussendung des HGV.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "HGV weist Vorwürfe zurück"


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monia
monia
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Der Steger verteidigt die Interessen der Gastwirte entschiedener und besser als der HGV! Die “Diplomatie” vom HGV ist nicht zielführend und bringt gar nix! Selbst die Bauern haben es erst verstanden als der Helmut Tauber mal “Kante” gezeigt hat!

Techno Guy
Techno Guy
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Hier nimmt der HGV Stellung? Und beim Bettenstop schweigt er? Eine ganzer Wirtschaftszweig wird still gelegt in seiner Entwicklung und der HGV sagt nix dazu? Kein anderer Wirtschaftsbereich würde sich das gefallen lassen!

ieztuets
ieztuets
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Das Personal im Tourismussektor soll endlich, sei es mit Arbeitspensum und Gehalt entsprechend der Einkünfte der Gastwirte behandelt werden und nicht immer größer und mehr zu bauen, das hilft der Wirtschaft auch!

monia
monia
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Also warum pachtest oder kaufst nicht Du einen Gastbetrieb? Dann kannst Du endlich reich werden und das Geld an alle verteilen! Wäre doch gerecht – oder??

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Noch die näxtn Wohln kimmp jo olls widdo weg!

ieztuets
ieztuets
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@monia Habe nicht von “Pächtern” geredet, die müssen schauen wie sie über die Runden kommen plus gibt es sehr wenige Hotels die gepachtet sind und die Bars/Restaurants sind natürlich auch nicht gemeint, das Geld wird am leichtesten mit Beherbergung gemacht… wenn du mir das Geld gibst, kauf ich gerne ein schönes Hotel… sag mir in welchem Sektor sonst wird alle 3/4/5 Jahre Millionen verbaut werden (muss ja weil sonst käme man steuerlich zum Handkuss)?

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