Fördermittel von 683.525 Euro im Jahr 2014

Hochqualifiziertes Personal: Landesbeihilfen für elf Unternehmen

Donnerstag, 02. Juli 2015 | 12:33 Uhr

Bozen – Die Südtiroler Landesverwaltung ermöglichte eine Ausschreibung für Unternehmen, um eine Begünstigung bei der Einstellung von hochqualifizierten Kräften zu erhalten. Ziel der Ausschreibung ist die Einstellung oder die Abordnung von Hochqualifizierten, um die Qualifikation des in den Innovationsprozessen der Südtiroler Unternehmen eingesetzten Personals zu erhöhen. Als mittelfristige Folge sollten sich die Ausgaben der Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung anheben. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Roland Tinkhauser erkundigte sich über die ausgeschütteten Geldmittel im vergangenen Jahr.

„Insgesamt haben sich 24 Unternehmen aus den verschiedensten Branchen an der Ausschreibung zugunsten der Einstellung oder Abordnung von hochqualifiziertem Personal im Jahr 2014 beworben“, informiert Tinkhauser mit Blick auf die Antwort seiner gestellten Anfrage. „Elf Ansuchen wurden mittels Dekret genehmigt und inzwischen seien auch weitere Personen, die Gegenstand anderer Gesuche waren, eingestellt. Insgesamt wurden Förderbeträge in der Höhe von 683.525,00 Euro ausgeschüttet“, erklärt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Die bereitgestellten Fördermittel zur Einstellung von hochqualifizierten Personal dienen als Beihilfe, die bis zu 50 Prozent der Personalkosten unter der Anwendung der De-minimis-Regelung“, erläutert Tinkhauser. „Ziel sei die Steigerung der F&E-Ausgaben zur Verbesserung des Forschungspotentials und der Abwanderung von hochqualifizierten Personen entgegenzuwirken“, entnimmt der Freiheitliche Tinkhauser aus dem ihm vorliegenden Unterlagen.

„Wirtschaftliches Wachstum ist an Investitionen in Forschung und Entwicklung gebunden. Nur dadurch kann ein nachhaltiges Wachstum generiert werden. Gemäß den EU2020-Zielen sollen die Ausgaben auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gesteigert werden. Die Ziele Italiens liegen weit abgeschlagen mit 1,53 Prozent des BIP. Laut dem Landesinstitut für Statistik wurden die letzten verfügbaren Daten im Jahr 2011 erhoben und entsprechend denen, lagen die Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung in Südtirol bei 0,63 Prozent“, bemängelt Roland Tinkhauser abschließend.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen