StadtLandFluss Exkursion nach Regensburg

Hochwasserschutz: Erfahrungsaustausch in Regensburg

Dienstag, 21. April 2015 | 19:09 Uhr

Regensburg/Brixen – Brixens Partnerstadt Regensburg arbeitet bereits seit Jahren an der Realisierung eines effizienten Hochwasserschutzes. Im Rahmen einer Exkursion konnten die Verantwortlichen im Projekt StadtLandFluss den Stand der Dinge begutachten.

Im Zuge des Projektes StadtLandFluss ist eine Delegation rund um Bürgermeister Pürgstaller und Umweltstadträtin Letrari zum Erfahrungsaustausch nach Regensburg gereist. Nach der offiziellen Begrüßung durch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs gaben die verantwortlichen Techniker beider Städte Einblicke in die jeweiligen Projekte. Für Brixen stellten Flussraumbetreuer Florian Knollseisen und Projektant Hansjörg Jocher das Flussraummanagement und die geplanten Maßnahmen vor. Anschließend wurden die unterschiedlichen Ansätze mit den Regensburger Kollegen intensiv diskutiert.

Am Nachmittag wurden dann mehrere Flussbaustellen besichtigt. Gerade die Lage am Ufer der Donau und der historische Wert des Weltkulturerbes Regensburg machen die Planung und Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen zu einer großen Herausforderung und es wird großer Wert auf die städtebauliche Eingliederung der Schutzbauten gelegt. Neben der Errichtung von ortsfesten Hochwassermauern wird abschnittsweise auch auf den mobilen Hochwasserschutz gesetzt. Weiters wurde das Risikomanagement für Extremereignisse beleuchtet.

Für die Verantwortlichen im Hochwasserschutz Regensburg ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit grundlegend für die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen. Durch die offene Planung wird den Bürgern stetiger Einblick in die Entwicklungen geboten. Dadurch ist es gelungen, einen weitgehenden Konsens mit der Bürgerschaft zu erreichen und ein Gleichgewicht zwischen Hochwasserschutz, Stadtbild und Naherholung am Fluss zu erreichen.

Ähnliche Herausforderungen bieten sich in der Brixner Altstadt, wo die Maßnahmen sorgfältig geplant und umgesetzt werden. Derzeit laufen die Planungen zum Hochwasserschutz im Bereich Brimi-Brücke bis Adlerbrücke, erste Ergebnisse liegen bis zum Sommer vor. Projektbegleitend wird auch in Brixen eine intensive Öffentlichkeitsarbeit betrieben, um eine informierte Bürgerschaft zu haben und die Wünsche und Ideen der Anwohner/Innen in die Planungen einfließen zu lassen.

Von: lu