Noch kein Siegerprojekt gekürt

Ideenwettbewerb zur sanften Aufwertung des Virgl

Dienstag, 23. Juni 2015 | 19:19 Uhr

Bozen – Den Virgl als Stück Bozen für die Bürger wiederzugewinnen und einen Ort der Ruhe, Erholung und Inspiration schaffen: Damit haben sich in monatelanger Arbeit drei Architekturstudios von Weltrang befasst – und am Dienstag eine hochkarätige Jury, die die eingereichten Vorschläge ausführlich prüfte. Einen Sieger gibt es vorerst noch nicht: Zwei Vorschläge gehen in eine zweite Runde – jener von Coop Himmelb(l)au (Wien, Los Angeles) und von Snohetta (Oslo, New York). „Beide Projekte haben sehr gute Ansätze, die jedoch noch vertieft und weiterentwickelt werden sollten“, fasst Vorsitzender Prof. Roman Delugan (Wien) die Entscheidung der Jury zusammen.

Der Virgl ist ein Stück Natur in unmittelbarer Nähe zur Stadt – doch für die Bürgerinnen und Bürgern heißt es auf weiten Flächen: Zutritt verboten! Dies möchte die Innsbrucker SIGNA-Gruppe ändern, die mit ihrer Tochtergesellschaft KHB GmbH als Siegerin des Wettbewerbs für die Neugestaltung des Viertels rund um den Bozner Busbahnhof hervorgegangen ist. Heinz Peter Hager, Präsident der KHB und selbst Bozner Bürger, versteht den Ideenwettbewerb als Vorschlag für die Stadt: „Wir möchten mit der Stadt in Dialog treten und konstruktiv an Lösungsvorschlägen für Bozen mitarbeiten.“

Die KHB bzw. die SIGNA verfügt über eine Kaufoption für das knapp 40 Hektar große Gelände am Virgl, das seit Jahrzehnten brach liegt, abgesperrt ist und zu dem auch die verfallenden Gebäude gehören: die ehemalige Bergstation der früheren Virgl Bahn, das ehemalige Hotel Schönblick, das Schwimmbad, die Tennisplätze usw.

Die SIGNA wandte sich an drei Architekten von Weltrang und schrieb einen Ideenwettbewerb aus: Zaha Hadid (London), Snohetta (Oslo/New York) und Coop Himmelb(l)au (Wien/Los Angeles).

Für Zaha Hadid präsentierten am Dienstag Arch. Jakub Klaska (Partner), Arch. Cristiano Ceccato (Associate Director) und Ing. Arne Hofmann (Bollinger –Grohmann). Coop Himmelb(l)au war durch Wolf D.Prix (Partner) und Karolin Schmidbaue (Design Partner) vertreten. Das Projekt Snohetta stellten Prof. Kjetil Thorsen (Partner), Arch. Patrick Lüth und Arch. Patrik Pedó vor.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen