Drittes Treffen der „Zukunftswerkstatt Südtirol“

Im Maschinenbau ist Qualifikation gefragt

Montag, 08. Juni 2015 | 11:01 Uhr

Bruneck – Das dritte Treffen der „Zukunftswerkstatt Südtirol“ fand kürzlich in Bruneck bei GKN Driveline statt. Die Veranstaltung widmete sich dem Fachkräfte- und Bildungsbedarf im Sektor Maschinenbau und Metallverarbeitung. In diesen Branchen werden viele hochqualifizierte Arbeitskräfte nachgefragt, speziell Ingenieure und Absolvent/innen der Fachschulen.

Aus- und Weiterbildung sind entscheidende Faktoren für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Deshalb war es das Ziel der heurigen Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ der Handelskammer Bozen, die erforderlichen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu analysieren.

Das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hat den Fachkräftebedarf der Zukunft im Maschinenbausektor untersucht. Will man mit den europäischen Top-Regionen mithalten, muss der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften in der Branche gedeckt werden. Die WIFO-Experten sehen im Bereich der Techniker und Handwerker einen konstant hohen Arbeitskräftebedarf. Hilfskräfte wird es im Maschinenbau hingegen in Zukunft weniger brauchen.

Nicole Baumgartner, Personalleiterin von GKN Driveline in Bruneck, sieht die zukünftigen Entwicklungen in der Metallverarbeitung und im Maschinenbau ähnlich: „In unserem Sektor sind gut ausgebildete junge Menschen immer gefragt. Neben einer fundierten technischen Ausbildung dürfen aber auch soziale Kompetenzen und vor allem Sprachkenntnisse nicht zu kurz kommen.“

Handelskammerpräsident Michl Ebner sieht Handlungsbedarf: „Wir engagieren uns sehr stark für das Thema Ausbildung und lebenslanges Lernen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft hängt stark mit der Qualifikation unserer Bevölkerung zusammen. Deshalb muss einem Fachkräftemangel frühzeitig entgegengewirkt werden.“

Schließlich erläuterte Michael Riedl, Teamleiter der Abteilung Automation und Mechatronik bei Fraunhofer Italia in Bozen, welche Möglichkeiten die computergesteuerte Fertigung mit sich bringt. Das Ziel ist die „intelligente Fabrik“ (Smart Factory). Sie ist durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und ergonomische Gestaltung gekennzeichnet. Gleichzeitig können Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse von Kund/innen und Geschäftspartnern integriert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ findet jährlich statt und hat den Zweck, wichtige Herausforderungen für die Zukunft Südtirols zu erkennen und zu diskutieren. Dazu treffen sich lokale Entscheidungsträger/innen und Expert/innen zum gemeinsamen Gedankenaustausch.

Weitere Auskünfte erteilt das WIFO, Ansprechpartner Georg Lun, Tel 0471 945 708 oder E-Mail: georg.lun@handelskammer.bz.it.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen, Pustertal