Südtiroler Jugendarbeiter besuchen innovative Projekte in Innsbruck

Im Norden viel Neues

Donnerstag, 24. September 2015 | 12:44 Uhr

Innbruck – Auf Initiative des Netzwerks der Jugendtreffs und -zentren Südtirols (n.e.t.z.) trafen vergangenen Montag und Dienstag etwa 50 Jugendarbeiter aus allen Teilen Tirols in Innsbruck zusammen. Ziel dieser Exkursion war es, die Zusammenarbeit zu stärken und Ideen auszutauschen.

Gewachsene Zusammenarbeit

Schon seit vielen Jahren kooperieren die beiden Dachverbände Offener Jugendarbeit in Tirol (POJAT) und Südtirol (n.e.t.z.), um die Länder übergreifende Zusammenarbeit zu beleben und um den Ideentransfer zwischen Nord und Süd zu unterstützen. Letzten Montag trafen sich im Innsbrucker Jugendzentrum Space etwa 50 JugendarbeiterInnen, um den Wirkungen Offener Jugendarbeit wissenschaftlich auf den Grund zu gehen: was kann die Arbeit im Jugendzentrum dazu beitragen, dass Jugendliche eine eigene Identität entwickeln, Lebenskompetenzen erwerben und an der Gesellschaft partizipieren können?

Was gibt es Neues?

Die Lebenssituation der jungen Menschen ändert sich schnell und das wirkt sich auf die Jugendarbeit aus. Somit werden in der Offenen Jugendarbeit stets neue Projekte entwickelt oder Arbeitsformen erprobt. Am Dienstag lernte die Südtiroler JugendarbeiterInnen innovative Angebote aus Innsbruck und Umgebung kennen: mobile Jugendarbeit hat mittlerweile die zunehmend ganztägigen Schulen als Arbeitsfeld entdeckt, wie es der Haller Verein JAM vormacht. Auch die Kooperation „Get In!“ zwischen den Jugendzentren von Telfs und Lana zu Schnupper-Workshops ins Arbeitsleben wurde vorgestellt.

Die Stadt gibt der Jugend Raum

Ein Höhepunkt war dann noch der Besuch der „Jungen Talstation“: die Station der alten Hungerburgbahn, die seit Jahren leer gestanden hatte, wurde von der Stadt Innsbruck dem SchülerInnen-Beirat zur Verwaltung übergeben. Seitdem führen die SchülerInnen die Räume als Veranstaltungsort, Co-Working-Space, Ausstellungsort, Workshop-Raum usw. Unter anderem findet dort die Veranstaltungsreihe „Spirit of change“ vom Kinder- und Jugendbüro Platz: Begegnung und Unterstützung für junge Flüchtlinge, von jungen InnsbruckerInnen selbst organisiert. Ein Thema, das wohl noch länger von großer Bedeutung sein wird.

Von: ©lu