Ideenwettbewerb „Open Innovation Südtirol“ ging erfolgreich zu Ende

Innovatives Wohnen im Alter: Länger die eigenen vier Wände genießen

Mittwoch, 10. Juni 2015 | 17:10 Uhr

Bozen – Schön wohnen – und das auch noch im zweiten Lebensabschnitt! Der zwölfte Ideenwettbewerb der Online-Plattform „Open Innovation Südtirol“ ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die Tischlerei Laimer Harald aus St. Pankraz suchte über die Ausschreibung „Länger schön wohnen“ erfolgreich innovative Wohnideen für Senioren.
 
Im Laufe der Jahre verändern sich die Bedürfnisse des Menschen – und genauso verändern sich auch seine Lebensgewohnheiten und die Ansprüche an seine Wohnung. „Die Generation 50 Plus ist aktiv, lebenslustig, selbstbewusst und setzt auf eine hohe Lebensqualität“, ist sich Harald Laimer von der Tischlerei Laimer Harald aus St. Pankraz sicher. „Nicht jede Wohnung ist deshalb für sie geeignet. Sie haben besondere Bedürfnisse, die beachtet werden müssen.“ Sein Betrieb steht hinter dem zwölften Ideenwettbewerb der Online-Plattform „Open Innovation Südtirol“, bei dem die Sieger nun feststehen. In 16 Wochen haben 27 Mitglieder 35 Ideen eingereicht. Funktionalität, Innovationsgrad, Umsetzbarkeit und Marktattraktivität waren dabei ausschlaggebend.

Bewertet wurden die Ideen von einer siebenköpfigen Jury: Harald Laimer, Elmar Ausserer, Facharzt für Anästhesie und Wiederbelebung, Hertha Burger, Präsidentin der Fachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana, Konrad Hafner, Fachlehrer für Holz an der Berufsschule Meran, Herbert Öhring, Projektleiter im KVW und zuständig für die Wohnungsberatung von Senioren, und der Designer Benno Simma diskutierten über die 18 Finalisten. Mitglied der Jury war auch Andrej Fischnaller, Vertreter der Bank für Trient und Bozen, die das Projekt „Open Innovation Südtirol“ unterstützt.

Funktionalität und Design waren für die Jury ausschlaggebend, das Projekt „kOh – keep on hand“ von Francesco Robles zum Sieger zu küren. Dabei handelt es sich um eine Kommode, die zwei vertikal verstellbare Schubladen hat. Personen im Rollstuhl können dadurch auf den Inhalt beider Schubladen auf derselben Höhe zugreifen, da sie nach Belieben rauf und runter gefahren werden können.

Auch der Vorschlag „Cherry“ von Jay Way konnte mit seinem innovativen Charakter, ihrer Funktionalität und ihrem Design punkten und belegte den zweiten Platz. Dabei wird ein Möbelstück am WC angebracht und gewährleistet somit Stabilität.

Ein Ehebett, das in der Höhe verstellt und notfalls in zwei Einzelbetten umgewandelt werden kann: Die wandelbare Schlafstätte „ABRA – kadabra” von Stefania könnte das Wohnen im zweiten Lebensabschnitt um einiges erleichtern und belegte den dritten Platz.

Auch wenn es dafür keinen Preis gab, zeigte sich die Jury vom nachhaltigen Konzept von Stephan beeindruckt: Kunden können heute ein Möbelstück von einer Tischlerei kaufen und zu einem späteren Zeitpunkt an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen lassen. Somit können Ressourcen wiederverwendet und ein wertvoller Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet werden.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen