Hotel in Mösern hat 29 Mio. Euro Verbindlichkeiten angehäuft

Familien Pinzger kauft insolventes Fünf Sterne-Hotel in Nordtirol

Freitag, 14. Oktober 2016 | 13:28 Uhr
Update

Das insolvente Tiroler Fünf-Sterne-Hotel “For Friends” im Ortsteil Mösern in Telfs ist verkauft worden. Im Rahmen des Verwertungsprozesses habe sich letztlich eine Gesellschaft rund um eine Familie aus dem Südtiroler Schlanders durchgesetzt, teilte der Kreditschutzverband 1870 (KSV) am Freitag mit. Damit dürfte eine baldige Wiederaufnahme des Hotelbetriebes ermöglicht worden sein.

Es ist laut Medienberichten die Nidum GmbH von Manfred und Maximilian Pinzger die das pleite gegangene Ex-Hotel „For Friends“ aufgekauft hat und nun einen Neustart hinlegen will.

Pinzger betont in den “Dolomiten”, dass er und sein Sohn Maximilian die Gesellschaft gegründet hätten. Sein 28-jähriger Sohn sei es auch, der das Haus leiten werde. Pinzger erlärt, dass es sich um eine der schönsten Hotelanlagen in Tirol handle und dass es sich in einer Top-Lage befinde.

Das Hotel war im Jahr 2015 nur wenige Monate nach seiner Eröffnung in die Insolvenz geschlittert. Eine weitere Fortführung des damaligen Betriebes war für den Insolvenzverwalter nicht zu verantworten. 53 Mitarbeiter verloren damals ihren Arbeitsplatz.

Bisher wurden laut KSV in dem Insolvenzverfahren Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 29 Mio. Euro angemeldet. Man gehe davon aus, dass nach Verkauf aller Vermögenswerte mit Sicherungsrechten letztlich rund acht Mio. Euro an unbesicherten – nicht nachrangigen – Verbindlichkeiten als Basis für eine Schlussverteilung verbleiben werden, hieß es.

“Der Verkauf des Hotels zum jetzigen Zeitpunkt ist erfreulich, da dem Käufer die Gelegenheit gegeben wird, die Wintersaison 2016/2017 entsprechend vorzubereiten. Es liegt auf der Hand, dass der Käufer – neben dem zu leistenden Kaufpreis für das Hotel – kurzfristig in die Wiedereröffnung entsprechende Mittel zu investieren hat”, erklärte Klaus Schaller, Leiter der KSV 1870-Niederlassung in Tirol. Über die genaue Höhe des Verkaufspreises wurde Stillschweigen vereinbart. Im Rahmen des Verwertungsprozesses habe sich herausgestellt, dass der vom Sachverständigen ermittelte Wert der Liegenschaft außer Reichweite bleibe.

Sein Sohn Maximilian habe ein schlüssiges Businesskonzept vorlegen können, erklärt Manfred Pinzger. Das habe die Bankexperten überzeugt und so habe man das Haus kaufen können.

Von: apa

Bezirk: Vinschgau

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