Start zur zehnten Verhandlungsrunde für Bahn-KV

Intensive Verhandlungen um Bahn-Kollektivvertrag

Samstag, 01. Dezember 2018 | 19:48 Uhr

Seit 14.00 Uhr läuft die zehnte Verhandlungsrunde für einen neuen Bahn-Kollektivvertrag. Arbeitgeber und Gewerkschaft zeigten sich zu Beginn zuversichtlich und signalisierten Kompromissbereitschaft. Es werde intensiv verhandelt und noch länger dauern, hieß es aus Verhandlerkreisen zur APA. Auch Gespräche bis spät in die Nacht seien möglich.

Details zu den laufenden Verhandlungen sickerten am frühen Samstagabend noch nicht durch. Am Freitagnachmittag hatte die für die Eisenbahner zuständige Gewerkschaft vida ein neues Angebot der Arbeitgeberseite erhalten. Vida-Chef Roman Hebenstreit wollte den Kompromissvorschlag der Bahnunternehmen am Samstag vor Verhandlungsbeginn nicht offiziell kommentieren.

Nach dem zweistündigen Warnstreik am vergangenen Montag wollen beide Seiten einen Kompromiss erreichen. Die Verhandler zeigten sich am Samstag gut gelaunt. “Ich bin sehr zuversichtlich”, sagte Arbeitgeber-Chefverhandler Thomas Scheiber zur APA. Es gehe darum, als Sozialpartner “gemeinsame Lösungen zu erreichen” und einen “finanziell stemmbaren KV-Abschluss” zu erreichen. Scheiber rechnet mit einer langen Verhandlungsrunde. “Es wird sicher seine Zeit dauern.” Er sei “bereit für einen Abschluss heute oder morgen”.

Auch Hebenstreit ging “mit Zuversicht in die Verhandlungen”. Auch der Gewerkschafter rechnete mit einer langen Verhandlungsrunde. “Wir sind Schichtarbeiter und halten das aus.”

Die Bahnwirtschaft umfasst in Österreich rund 60 Bahnunternehmen mit 40.000 Beschäftigten. Der größte Player ist die staatliche ÖBB. Andere größere Betriebe sind die Graz-Köflacher Bahn und die mehrheitlich private Westbahn von Hans Peter Haselsteiner.

Von: apa

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