Unister-Gründer Thomas Wagner war im Juli verunglückt

Interessenten an Teilen von Unister können Bücher prüfen

Sonntag, 14. August 2016 | 13:17 Uhr

Der Verkauf des insolventen Leipziger Internetunternehmens Unister geht in eine entscheidende Phase. Kaufinteressenten können ab Montag nach Abgabe einer Vertraulichkeitserklärung die Bücher der Firma prüfen, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther der “Bild am Sonntag” sagte. Etwa 20 Interessenten werden für einen eingerichteten Datenraum zugelassen.

Als wertvollste Teile der Insolvenzmasse gelten der Pauschalreisebereich, zu dem unter anderem das Portal ab-in-den-urlaub.de gehört, mit 40 bis 50 Millionen Euro Schätzwert sowie der Bereich Flugvermittlung etwa mit dem Portal fluege.de mit 30 bis 40 Millionen Euro. Insgesamt wird dem Bericht zufolge mit einem Verkaufserlös zwischen 90 und 130 Millionen Euro gerechnet.

Unister hatte Mitte Juli Insolvenz angemeldet, nachdem Gründer und Gesellschafter Thomas Wagner tödlich mit dem Flugzeug verunglückt war. Mehrere Tochterfirmen rutschten danach ebenfalls in die Insolvenz. Zu dem Internetkonzern gehören mehr als 40 Portale. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter, davon knapp 900 bei insolventen Gesellschaften.

Von: APA/ag.

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