Volkswagen droht weiter Ärger aus den USA

Investoren fordern Schadenersatz in Milliardenhöhe von VW

Donnerstag, 15. September 2016 | 19:04 Uhr

Eine US-Anwaltskanzlei will Volkswagen im Zusammenhang mit der Abgas-Affäre auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen. “VW war rechtlich verpflichtet, die Kapitalmärkte deutlich früher über die Verwendung rechtswidriger Manipulationssoftware in Dieselmotoren zu informieren”, sagte Nadine Herrmann von der US-Kanzlei Quinn Emanuel am Donnerstag dem “Spiegel”.

Die Kanzlei vertritt demnach rund 160 Investoren und will die Schadenersatzklagen in Gesamthöhe von zwei Milliarden Euro am Freitag einreichen. Mit den Manipulationen seien erkennbar schwerwiegende oder gar existenzbedrohende Rechts- und Reputationsrisiken verbunden, die sich unter anderem in dem “katastrophalen Kursverfall der VW Aktie” gezeigt hätten, sagte Herrmann. “Wir machen für unsere Mandanten den daraus entstandenen Schaden geltend.”

Prominentester Kläger ist dem Bericht zufolge die Fondsgesellschaft Blackrock. Sie zählt zu den größten Aktionären von VW und dürfte allein einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe geltend machen. Auch die US-Investoren Vanguard und State Street sollen demnach zu den Klägern gehören.

VW bestreitet laut “Spiegel” die Vorwürfe. Der Konzern sei den Veröffentlichungspflichten zu jedem Zeitpunkt nachgekommen.

Seit dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals vor etwa einem Jahr befassen sich Ermittler und Gerichte in diversen Ländern mit unterschiedlichen Facetten des Themas. Auch in Deutschland werfen Anleger dem Unternehmen vor, zu spät über die Affäre informiert zu haben. Beim Landgericht Braunschweig liegen dazu etwa 390 Klagen mit einem Gesamtstreitwert von rund vier Milliarden Euro.

Von: APA/ag.

Kommentare

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7 Kommentare auf "Investoren fordern Schadenersatz in Milliardenhöhe von VW"


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santina
Tratscher
12 Tage 22 Min

So ist das halt mit selbsternannten deutschen “Weltmarktführern”.
Die Klagewelle gegen Volkswagen wird in Zukunft noch mehr anschwellen, denn VW war rechtlich verpflichtet, die Kapitalmärkte deutlich früher über die kriminelle Verwendung der rechtswidrigen Manipulationssoftware zu informieren.
Logisch, dass die Anleger nach dem katastrophalen Kursverfall ihr Recht einklagen.
Volkswagen wird in Zukunft noch viel Zeit in internationalen Gerichtsälen verbringen müssen.

Aber Volkswagen ist damit in “guter” Gesellschaft.
Wegen äußerst fragwürdiger Hypothekendeals  werden auch von der Deutschen Bank 14 Milliarden Dollars eingefordert.

santina
Tratscher
11 Tage 20 h

Auch Hessen klagt nach Bayern gegen den VW-Konzern!

santina
Tratscher
10 Tage 22 h

Der nächste Hammer!

Das Umweltministerium in Deutschland löschte Hinweise auf die kriminelle Betrugssoftware von Volkswagen!

Ein Schelm wer Böses dabei denkt!
Dies dürfte nun ein Thema eines Untersuchungsausschuss werden!

santina
Tratscher
10 Tage 22 h

Wie der Nachrichtendienst Bloomberg am Freitag meldete, ist auch Bosch Gegenstand von strafrechtlichen Ermittlungen im Zusammenhang mit der kriminellen VW-Affäre.
Auch Zivilklagen gegen Bosch sind anhängig.

santina
Tratscher
9 Tage 20 h

Der nächste Schlag gegen den kriminelle Betrug beim VW-Konzern:

Audi-Entwicklungschef Stefan Knirsch muss gehen.
Knirsch wird von den Ermittlern im Abgas-Skandal schwer belastet.
Auch bereits sein Vorgänger Ulrich Hackenberg musste gehen.

Was ist das nur für ein widerlicher Sauhaufen!

Jogl
Tratscher
9 Tage 19 h

Volkswagen…………..DAS AUTO
🚙

santina
Tratscher
9 Tage 19 h

Stefan Knirsch, gefeuerter Entwicklungschef bei Audi, hat einen Meineid in Zusammenhang mit der kriminellen Abgas-Affäre bei Volkswagen geliefert.

Meineid ist ein Verbrechen und kann mit einem Freiheitsentzug bis zu 15 Jahren geahndet werden.

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