Das Display des neuen iPhone XR misst 6,1 Zoll

iPhone für alle: Das neue iPhone XR im Praxistest

Donnerstag, 25. Oktober 2018 | 14:18 Uhr

Apple hat vor Jahren bereits mit bunten iPhone-Modellen versucht, den Kunden auch preiswertere Smartphones zur Auswahl zu stellen. Doch damals mussten sich die Käufer mit der Technologie der vergangenen Saison zufriedengeben. Beim neuen iPhone XR ist das anders.

Nur wenige Wochen nach der Premiere seiner neuen iPhone-Spitzenmodelle XS und XS Max bringt Apple schon wieder ein neues Smartphone auf den Markt. Das iPhone XR wird gleich in sechs Farben angeboten: in Rot, Blau, Gelb, Orange (Koralle), Schwarz und Weiß. Ein Unterschied zu den beiden XS-Modellen wird potenzielle Käufer besonders interessieren, nämlich der Preis: Während die beiden XS-Modelle je nach Ausstattung zwischen 1.149 und 1.649 Euro kosten, ist das iPhone XR ab 849 Euro zu haben.

Doch wo liegen die Unterschiede? Die reine Prozessor-Power rechtfertigt den Aufpreis für die XS-Modelle nicht, denn auch beim XR hat Apple den neuen Chip A12 Bionic verbaut, so dass Spiele und andere Apps ohne Ruckeln flüssig und reibungslos laufen.

Schaut man sich Filme oder Fotos auf dem iPhone XR an, wird ein Unterschied schnell sichtbar. Im XR wurde nur ein Bildschirm mit LCD-Technik verbaut. In den XS-Modellen stecken dagegen OLED-Bildschirme, die schwarze Flächen grauschleierfrei und Farben intensiver darstellen können – und obendrein auch noch mehr Details in dunklen und hellen Motivbereichen (HDR).

Die Spezifikationen des 6,1-Zoll-Bildschirms im XR sind eher unterdurchschnittlich: Das Panel erreicht eine Auflösung von 1.792 mal 828 Pixel bei einer Pixeldichte von 326 ppi, deutlich weniger als beim iPhone XS (2.436 mal 1.125 Pixel bei 458 ppi) und dem iPhone XS Max (2.688 mal 1.242 Pixel bei 458 ppi). In der Praxis fällt das aber nicht auf.

Neben den Displays machen vor allem die Kameras den Unterschied zwischen XS und XR aus. In den XS-Modellen besteht die Kamera aus zwei Objektiven, einem Weitwinkel und einem Tele. Das XR kommt wie das Pixel 3 von Google mit einem Weitwinkel aus. Ähnlich wie Google arbeitet Apple bei den Foto- und Videoaufnahmen intensiv mit Software-Intelligenz, um möglichst viele Details scharf und farbgetreu auch bei schlechtem Licht abzubilden. Apple nennt diese Funktion Smart HDR. In der Praxis ermöglicht sie zum Beispiel beeindruckende Gegenlichtaufnahmen.

Unterschiede im Detail gibt es beim Porträtmodus: Das XR kann tatsächlich nur Menschen so einfangen, dass der Hintergrund schön unscharf erscheint – ein Bokeh-Effekt wie bei Porträtaufnahmen von Profis. Die XS-Modelle beherrschen diesen Effekt auch, wenn Tiere oder Gegenstände als Hauptmotiv im Vordergrund stehen. Das XR meldet dann nur, dass “keine Person entdeckt” wurde. Der digitale Zoom des XR erreicht auch nicht die Qualität des optischen Zooms beim XS. Im Vergleich zum iPhone 8 nimmt das XR aber bessere Bilder auf, auch weil hier der neue, hochwertigere Bildsensor des iPhone XS mit zwölf Megapixeln zum Einsatz kommt.

Mit dem XR schickt Apple die Fingerabdruck-Sensoren der Vormodelle endgültig in den Ruhestand: Wie beim XS kommt die Geschichtserkennung Face-ID zum Einsatz, die zuverlässig und schnell funktioniert.

Das iPhone XR ist staub- und wasserdicht nach Norm IP67. Das Gerät kann also mindestens 30 Minuten bis zu einem Meter Tiefe vollständig in Wasser eingetaucht sein. Sollte man einmal ein Getränk über dem iPhone verschütten, empfiehlt Apple, das Smartphone unter laufendem Wasser zu reinigen und dann fünf Stunden lang zu trocknen. In dieser Zeit sollte man nicht das Ladekabel einstöpseln, sondern das Gerät bei Bedarf nur drahtlos aufladen. Das XR beherrscht nämlich die Qi-Ladetechnik wie auch die XS-Topmodelle.

Das iPhone XR, das Freitag (26. Oktober) in die Läden kommt, ermöglicht einem deutlich größeren Kundenkreis den Zugang zum Apple-Ökosystem als die vor einigen Wochen vorgestellten XS-Modelle. Das iPhone XR kostet mit 64 Gigabyte (GB) Speicher 849 Euro und mit doppeltem Speicher (128 GB) 909 Euro. Für das speichermäßig größte XR-Modell mit 256 GB überspringt Apple mit 1.019 Euro dann aber doch die Tausender-Schwelle. Für iPhone-Interessenten mit kleinerem Budget hält Apple die Vorgängermodelle iPhone 7 (ab 519 Euro) und iPhone 8 (ab 679 Euro) im Programm.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

2 Kommentare auf "iPhone für alle: Das neue iPhone XR im Praxistest"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
21 Tage 9 h

Kaufts ja jedes Jahr ein neues iphone! Die Umwelt dankts!

ITler
ITler
Tratscher
20 Tage 15 h

iPhones sind wohl die einzigen Smartphones die sehr lange verwendet werden:
Sie bekommen sehr lange Updates (Android-Geräte so gut wie keine) und sind sehr Wertstabil.
Auch wenn sich jemand jedes Jahr ein neues iPhone kauft, so wird das alte Gerät nicht weggeworfen sondern verkauft oder an jemanden in der Familie weitergegeben welcher es noch Jahrelang verwenden kann. iPhones werden mit der Zeit nicht langsamer (wie man es von Windows und Android gewohnt ist).

wpDiscuz