Fahrplan für die digitale Entwicklung Südtirols definiert

IT: Landesregierung beschließt einheitliche Steuerung

Dienstag, 07. Juli 2015 | 15:21 Uhr

Bozen – Die Landesregierung hat heute den Vorschlag von IT-Landesrätin Waltraud Deeg zur einheitlichen Steuerung des öffentlichen IT-Bereiches gutgeheißen. Behördenübergreifende Gremien und Arbeitsgruppen sollen sicherstellen, dass sich der Informatikbereich in Südtirol einheitlich entwickelt und dabei den Austausch mit Privatwirtschaft und Bildungswesen pflegen.

Im Hinblick auf die Reorganisation des Bereichs Informationstechnik der Landesverwaltung hat sich die Landesregierung für den Aufbau einer einheitlichen Steuerung entschieden. Heute legte die zuständige Landesrätin Waltraud Deeg einen Vorschlag zur Errichtung einer behördenübergreifenden Governance-Struktur vor. Nach dem Einverständnis der Landesregierung kann dieser nun umgesetzt werden.

"Mit ‘Südtirol Digital 2020’ haben wir zusammen mit Vertretenden aller öffentlichen Verwaltungen, der Wirtschaft und der Bildung einen Fahrplan für die digitale Entwicklung Südtirols definiert. Der heutige Landesregierungsbeschluss schafft die Grundlagen für seine Umsetzung", so die Landesrätin.

Der Vorschlag für die integrierende Planung und Steuerung im IT-Bereich sieht die Einrichtung verschiedener Gremien und Arbeitsgruppen vor, die je nach Zuständigkeit für die strategische Ausrichtung, die konkrete Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen und die längerfristige, behördenübergreifende Planung im IT-Bereich Sorge tragen werden. Dem Dialog mit Wirtschaft und Bildungsbereich kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu.

Einem Steuerungs-Ausschuss (Governance Board) – bestehend aus IT-Landesrätin, dem Generaldirektor der Landesverwaltung und den Spitzenvertretenden von Gemeindeverband, Region und Sanitätsbetrieb – obliegen die politisch-strategischen Vorgaben. Er wird über die Investitionen im IT-Bereich, die Entwicklungspläne und Jahresprogramme befinden. 

Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen wird ein Lenkungsgremium (Steering Board) koordinieren, das auch die neuesten IT-Trends im Auge behält und Vorschläge zur Weiterentwicklung des IT-Systems der öffentlichen Verwaltung unterbreitet. Dieses Gremium soll sich aus Führungskräften der Landesabteilung Informationstechnik, der Region, des Gemeindenverbandes, des Sanitätsbetriebs und der SIAG zusammensetzen.

Um den Dialog mit den externen Akteuren zu pflegen, will die Landesrätin eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, in der Wirtschaftsring und Handelskammer vertreten sind. Dort sollen die Herausforderungen für die Südtiroler Wirtschaft, die Rolle der neuen Technologien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Beitrag der IT in der öffentlichen Verwaltung thematisiert werden. Die Zusammenarbeit und die Synergien mit den IT-Unternehmen sollen in einer eigenen Runde vertieft werden.Eine weitere Arbeitsgruppe, in der vor allem das Bildungswesen vertreten ist, wird die Aufgabe haben, die Entwicklung einer digitalen Kultur voran zu treiben. Dabei sollen unter anderem Themen wie die Chancen und Gefahren des Internet, das Lernen mit den IKT-Technologien oder die neuen Berufsbildern im IT-Sektor behandelt werden.

"Die Frage, wie wir die Governance der Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung gewährleisten, ist wesentlich für die effiziente Umsetzung von ‘Südtirol Digital 2020’", betonte heute Landesrätin Deeg. Daher freue sie sich über die Zustimmung der Landesregierung für ihren Vorschlag, mit dem die Integration und Beteiligung innerhalb der öffentlichen Verwaltungen und jene mit externen Akteuren aus Wirtschaft und Bildung sichergestellt werde, so Landesrätin Deeg.

Von: lpa