Der Automobil-Riese darf auf Milliarden vom Staat hoffen

Italien macht Fiat Chrysler Hoffnung auf Staatshilfen

Sonntag, 17. Mai 2020 | 12:25 Uhr

Der Autobauer Fiat Chrysler kann sich in der Coronavirus-Krise Hoffnungen auf milliardenschwere Staatshilfen in Italien machen. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte am Wochenende, der italienisch-amerikanische Konzern mit Hauptsitz in den Niederlanden sei berechtigt, entsprechende Kredite zu beantragen.

“Wir sprechen nicht über die Muttergesellschaft, wir sprechen über die Konzerntöchter in Italien, die Tausende von Menschen beschäftigen”, betonte er.

Fiat Chrysler bestätigte Verhandlungen seines italienischen Ablegers mit der Regierung in Rom. Es geht demnach um staatliche Garantien für eine dreijährige Kreditlinie über 6,3 Mrd. Euro, die die Bank Intesa Sanpaolo zur Verfügung stellen soll. Der Autobauer unterstrich, das Geld solle dazu eingesetzt werden, die Fabriken in Italien wieder auf Touren zu bringen und die dortigen Zulieferer zu bezahlen.

Das Unternehmen beschäftigt in Italien rund 55.000 Mitarbeiter. Zudem sind zahlreiche Zulieferer und Autohändler in dem – von der Pandemie besonders stark betroffenen – Land von Fiat Chrysler abhängig. Nach Angaben des Unternehmens trägt die Autobranche 6,2 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei.

In der Corona-Krise haben viele Unternehmen ihre Produktion weitgehend eingestellt, weil die Nachfrage nach Neuwagen wegbrach. Bei Fiat Chrysler wird die Fertigung seit Ende April schrittweise wieder hochgefahren. Die geplanten Hilfen für den Konzern sind aber in der regierenden Partei PD umstritten. Teilweise gibt es Forderungen, bei solchen Staatshilfen müssten Konzerne ihren rechtlichen Sitz wieder nach Italien verlagern. Die Niederlande werden oft wegen geringerer Steuerbelastungen für Unternehmen als Hauptsitz genutzt.

Die italienische Wirtschaft wird Experten zufolge dieses Jahr wegen der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens einbrechen. Anfang Juni sollen aber alle Reisebeschränkungen aufgehoben werden. Dann hofft das Land wieder auf Touristen und eine langsame Erholung der Wirtschaft.

Von: APA/ag.

Kommentare

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56 Kommentare auf "Italien macht Fiat Chrysler Hoffnung auf Staatshilfen"


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Dublin
Dublin
Kinig
18 Tage 17 h

…Fiat hing immer schon an Steuerzahlers Topf…bedenklich jetzt um so mehr, als der Sitz gar nicht mehr in Italien ist…

Michi
Michi
Grünschnabel
18 Tage 16 h

Richtig ….

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 14 h

Die paar produzierenden Unternehmen, die Italien noch hat, müssen erhalten bleiben.

falschauer
18 Tage 13 h

die fca group beschäftigt immerhin 86.000 arbeiter in italien

Uuuups
Uuuups
Tratscher
18 Tage 13 h

@Neumi das sind mehr als du glaubst…

Lachhannes
Lachhannes
Tratscher
18 Tage 12 h

“Die paar produzierenden Unternehmen, die Italien noch hat, müssen erhalten bleiben.”

Ferrero bleibt doch!

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
18 Tage 8 h

Neumi: ja besonders Pleitefirmen wie ALITALIA die jeden Tag Millionen MINUS machen 🙁

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
18 Tage 8 h

wers glaubt……… 🙁

Neumi
Neumi
Kinig
17 Tage 16 h

@Uuuups … und allem Anschein nach weniger als notwendig.

Neumi
Neumi
Kinig
17 Tage 16 h

@Zugspitze947 was produzieren die?

serafina
serafina
Tratscher
18 Tage 16 h

Für so ein großes Unternehmen hat Italien Milliarden übrig,der Kleine kann schauen wo er bleibt

i-holt
i-holt
Grünschnabel
18 Tage 15 h

Das hat mit den tausenden italienischen Beschäftigten zu tun , macht der Konzern dicht … und geht ins Ausland .. kommt es dem Staat sehr viel teurer

toeeuni
toeeuni
Tratscher
18 Tage 8 h

@i-holt und.was ist mit den tausenden italienischen beschäftigten die in tausenden firmen angestellt sind? nix wert?

Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 6 h

@ toeeuni Die kriegen weniger. Vergiss nicht, dass da auch überall Zulieferer usw. dranhängen. Das sind jede Menge kleiner Firmen, die von diesen Milliarden profitieren. Klar hätten die das Geld gerne direkt, langfristig bringn ihnen Aufträge aber mehr als ein Einmalzuschuss.

Parteikartl
Parteikartl
Tratscher
18 Tage 16 h

Gonz anfoch, wo die (wenigen) Steuern bezahlt werden – in diesem Fall des EU Landes Holland mit seinem Steuerdumping zum Schaden der anderen Mitgliedstaaten – sollten sie dort ansuchen….
Des sein jährlich Milliarden die somit dem Fiskus auf legale Weise entzogen werden.
Solche Staaten die auf Kosten der anderen schmarotzen, mit diesen wird es schwer sein eine Einheitliche Werte-Gemeinschaft zu führen….

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
18 Tage 14 h

@Parteikartl…..ein sehr gutes Beispiel für die sofortige Abschaffung dieser EU und ihren leitenden Sozialhilfeempfängern*innen (werden auch aus Steuergeldern bezahlt). Eine unterschiedliche Besteuerung in einer ” Gemeinschaft ” geht gar nicht !!! Sinnlos, ungerecht und entbehrlich

Lachhannes
Lachhannes
Tratscher
18 Tage 12 h

“Solche Staaten die auf Kosten der anderen schmarotzen”
Wer könnte damit nur gemeint sein?

josef.t
josef.t
Superredner
18 Tage 12 h

Für das Geld war eine Grenze noch nie
ein Hindernis, wie auch beim Virus ?

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
18 Tage 8 h

Lachhannes: Italia…………. 😉

Lachhannes
Lachhannes
Tratscher
18 Tage 7 h

Nein, Italien ist ein großer Freund der europäischen Solidarität

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
18 Tage 3 h

Lachhannes: mir fallen da mehrere ein: Irland (Vorteile für Google), Luxemburg (Vorteile für Amazon), Holland (Vorteile für Nike und Fiat).

berthu
berthu
Superredner
16 Tage 16 h

und natürlich England mit all seinen Steuerparadies-Inseln. sind sie deswegen ausgetreten, weil der Druck zur Ordnung zu groß wurde?

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
18 Tage 15 h

die einen  bezahlen die steuer und die anderen bekommen die beiträge.

einer firma die keine steuer bezahlt sollte wirklich keine beiträge vom staat bekommen

traktor
traktor
Universalgelehrter
18 Tage 15 h

hauptsitz in niederlande sagt schon alles . vor den steuern flüchten und danach hand aufhalten…

Icebear79
Icebear79
Neuling
18 Tage 16 h

Mit den Milliarden würde sicherlich vielen anderen Unternehmen und somit auch den Arbeitnehmern geholfen werden können die durch Corona in Not geraten sind… Fiat ist ja nicht erst seit Corona in Schieflage.

Ei
Ei
Tratscher
18 Tage 15 h

Genau so werden die Steuergelder in Italien verprasst…

sGruanzl
sGruanzl
Neuling
18 Tage 14 h

Warum sollen unsere Steuergelder fließen? Fiat hat damals die Entscheidung getroffen ihren Sitz nach Amsterdam zu verlegen. Sollen doch die Niederlande oder Detroit die Kassen auffüllen.

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
18 Tage 3 h

Detroit ist schon seir 2013 offiziell bankrott. Ford, GM und Chrysler haben ihren Sitz dort.

Lana77
Lana77
Superredner
18 Tage 16 h

Nor sein die Prämien für die Bosse wieder gesichert. Wisou muas der Konzern nit zem unsuachn wou sich der Firmensitz befindet und die Stuiern gezohlt werdn 😡

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
18 Tage 11 h

Was möchte dieser Pleitestaat Italien eigentlich noch alles unterstützen, dazu noch einen Konzern, dessen Hauptsitz in den Niederlanden ist? Ich hatte anfangs geglaubt, mich verlesen zu haben, bei einem erneuten Durchlesegang allerdings kopfschüttelnd feststellen müssen, dass dem nicht so war. Hier werden Gelder verteilt, die nicht vorhanden sind und auch nicht  mehr zurückgezahlt werden müssen. Dafür werden Klein- und Mittelbetriebe wieder eine saftige Steuererhöhung serviert bekommen. Italien wird immer mehr zu einem Staat, in dem es peinlich wird, zu leben und immer unmöglicher wird, mit Gewinn zu arbeiten!

Italo
Italo
Tratscher
18 Tage 4 h

Rosenrot))Wos tuasch überhaupt no do ausser läschtern. Viva🇮🇹🇮🇹🇮🇹🇮🇹🇮🇹

Lana77
Lana77
Superredner
17 Tage 17 h

Bis zuletscht zohln weder Klein- nou Mittelbetriebe die meistn Stuiern. De kennen jeden Furz obschreibn !! Zohln tuat am meistn der Orbeiter, dear kuane Schlupflöcher hot !

berthu
berthu
Superredner
16 Tage 16 h

Hosch “Obschreibm” net verstondn: kafsch Orbeitsmaterial, zohlsch mit Beleg, und muesch den Betrog über 3-10Johr net doppelt besteuern! Jede Investition muß wohl überlegt sein, weil das Betriebsvermögen dann wieder den Steuersatz nach oben treibt.

nachgedacht
nachgedacht
Tratscher
18 Tage 15 h

milliardenspritze…damit die millionenschweren spitzengehälter der manager nicht auf der kippe stehn oder wie? kronks system…dr orbeitr kreg nix weil er nit orbatn hot derft und die ondrn schefflen weitr aus den vollen.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
18 Tage 15 h

Für die vielen tausend in Italien bei Fiat Beschäftigten zunächst ja eine gute Nachricht. Aber wo nimmt Rom das Geld her und viel wichtiger, wo fehlt es dann ? Einigen Tausend kann geholfen werden und Millionen schauen in die Röhre

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
18 Tage 15 h

Sauerei,der Kleine Bürger bekommt nix ,habe auch angesucht ,bekomme keinen send 

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
18 Tage 15 h

Wer hat, der kann und wer kann, der hat!!!!!
Italia hat ja nichts, außer Schulden!

jackolo
jackolo
Neuling
18 Tage 15 h

Und wer werd wieder umterstützt??? Logisch die grossen fische😡

One
One
Superredner
18 Tage 13 h

Fiat, Alitalia, und der Rest dieser Pleiteunternehmen sollten aufgelöst werden oder die Vorstände aufgelöst werden. 100000e Menschen leben in Italien am Limit, nur weil diese Bankrottunternehmen immer wieder Geld vom Staat brauchen. Wie dumm und unlogisch kann Wirtschaft eigentlich noch sein?

liebenswertnachgefragt
18 Tage 12 h

Mir kommt vor, der italienische Staat verspricht momentan sehr viel: kostenlose Kredite, Ausgleichzahlungen, Beiträge, Subventionen, Urlaubsgelder für Italienurlaube, Superbonus für Sanierungen, usw………..
Der Superbonus 110 % für Sanierungen ist heute in der “Zett” beschrieben: thermische Sanierungen kostenlos und NOCH zusätzliche Steuervergütung (also 110 %). Ich glaube der Staat verspricht momentan mehr als alles mögliche. Ich finde diese Situation leider äußerst bedenklich: sind das die allerletzen Atemzüge (wohl wissentlich) des Staates?

kaisernero
kaisernero
Superredner
18 Tage 14 h

die kloanen sein die groasen stuierzohler….und kriagen nichts, oder a bissl eppas…, irgendwenn…………
die groassen sein die kloanen oder koane stuierzohler und hoben die leschten johre meischt gewinne ingfohren…(imobilien kaft, dividenden auszohlt usw…..) und kriagen iatz drfir teiflisch milliarden…….

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
18 Tage 13 h

Die Gewinne werden wahrscheinlich anhand von Abführungsverträgen der italienischen Fiat Untergesellschaften nach Holland transferiert, um sie dort steuergünstig zu deklarieren. Dann soll auch Holland helfen

sepp2
sepp2
Superredner
18 Tage 13 h

Fiat hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden. sollen sie dort ansuchen

i_bin_a_do
i_bin_a_do
Neuling
18 Tage 12 h

Staatshilfen sollten niemals höher sein, als geleistete Steuerzahlungen. Es gibt da auch noch einen Streit zwischen der italienischen Steuerbehörde und FCA über nicht geleistete Steuerzahlungen von Euro 1,3 Mrd. Typisch Italien.
Die Großen machen, was sie wollen. Wenn man die Autosteuer nicht bezahlt hat, wird mit Beschlagnahmung des Fahrzeuges gedroht…

kaisernero
kaisernero
Superredner
18 Tage 14 h

….des isch ober in jeden lond das selbe……a probe rettung für die groassen, dia meischtens millionen an gwinne infohren……

Horti
Horti
Grünschnabel
18 Tage 15 h

Die Amis erhalten eher das Geld wie die Leute die auf die Lohnausgleichkasse angewiesen sind.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
18 Tage 7 h

Liebe Südtiroler*innen, gegen so eine Politik der Verschleuderung von eurem Eigentum, denn nichts anderes sind vom Staat kassierte Steuern, oder die Finanzzusagen auf Pump, die ihr und eure Kinder/Kindeskinder noch bezahlen müssen, müsst ihr euch wehren. Nicht durch Wechsel des “Heimatlandes”, sondern gemeinsam und gewaltfrei.

marher
marher
Superredner
18 Tage 12 h

Was für ein Zirkus, normale Menschen können so manche Machenschaften nicht nachvollziehen. Es wird immer wieder von vielen Milliarden gesprochen, hängt das etwa mit der Börse zusammen?

Elmarchi
Elmarchi
Grünschnabel
18 Tage 6 h

Wenn, dann nur im Verhältnis zu den HIER gezahlten Steuern!

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
18 Tage 3 h

Die Fiat soll in Holland um Beiträge betteln, denn dort zahlen sie ja auch ihre Steuern.

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
18 Tage 3 h

holland bedankt sich

raetia
raetia
Grünschnabel
17 Tage 16 h

Ausgerechnet FCA, mit dem Sitz in Holland und bekanntlich Holland ist nicht wirklich solidarisch mit Italien in letzter Zeit. Aber eben, der Sitz ist schon in Holland, aber die produzierenden Fabriken stehen weiterhin in Italien….und so neben bei, Italien ist in EU direkt hinter Deutschland, wenn es um die industrielle Manifaktur geht (speziell Mechanik, Elektromechanik, Mechatronik)

berthu
berthu
Superredner
16 Tage 16 h

Italien hatte schon mal mehr marktführende Unternehmen im Sektor Leder, Schuhe, Haushaltsgeräte, Motorräder, Autos, Design und Mode. Nicht vergessen die Lebensmittel. Das meiste KnowHow ruiniert durch gierige Globalisierer und Investoren. Dieser Verlust kann durch keine noch so hohen Beiträge zurückgeholt oder gerettet werden.

mermer
mermer
Neuling
17 Tage 16 h

Iatz fiat staatshilfe und in herbst präsentiert juventus in nuin starstürmer… verückte welt…

pingoballino1955
pingoballino1955
Grünschnabel
17 Tage 19 h

Macht nicht Hoffnung,hat sie bereits genehmigt laut RAI NEWS gestern.Milliarden!

berthu
berthu
Superredner
16 Tage 16 h

TJa, solche Summen werden in Hinterzimmern abgesegnet. Eine Schaufel für den Straßenkehrer, oder Schutzmaterial für die Sanität ist da schon schwieriger zu entscheiden.

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