IWF-Chefin Georgiewa: "Noch nie da gewesene Krise"

IWF erwartet katastrophales Jahr für Weltwirtschaft

Donnerstag, 09. April 2020 | 14:37 Uhr

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem katastrophalen Jahr für die Weltwirtschaft. “Wir sind mit einer noch nie da gewesenen Krise konfrontiert”, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Donnerstag kurz vor Beginn der Frühjahrestagung, die dieses Jahr nur virtuell stattfinden kann.

“Ich habe aber keinen Zweifel, dass wir die Herausforderungen meistern werden”, meinte sie. Ermutigend sei zum Beispiel, dass Regierungen rund um den Globus bereits rund acht Billionen Dollar (7,4 Billionen Euro) an Finanzhilfen bereitgestellt hätten.

Nächsten Dienstag will der IWF seine konkreten Prognosen im Weltwirtschaftsausblick veröffentlichen. Georgiewa sagte, es werde wohl den stärksten Einbruch seit der Großen Depression vor fast 100 Jahren geben. Die Weltwirtschaft werde 2020 deutlich im negativen Bereich landen. Vor drei Monaten hatte der IWF für dieses Jahr noch ein Wachstum beim Pro-Kopf-Einkommen in über 160 Ländern prognostiziert – jetzt wird mit einem Rückgang in mehr als 170 Staaten gerechnet.

Sollte das weitgehend zum Stillstand gekommene öffentliche Leben im zweiten Halbjahr zusammen mit der Wirtschaft wieder anspringen, könnte es 2021 eine Teilerholung geben. Dieser Ausblick sei aber mit “immenser Unsicherheit” behaftet, so Georgiewa. “Es kann auch schlechter kommen.” Das hänge vor allem von der Dauer der Pandemie ab.

Die Krise trifft laut IWF alle Länder, ärmere Staaten und Entwicklungsländer könnten aber nicht so gut darauf reagieren. Sie hätten schlechtere Gesundheitssysteme, weniger Rücklagen im Haushalt und seien stärker unter Druck von Investoren. “In den letzten zwei Monaten wurden aus Entwicklungsländer-Portfolios rund 100 Mrd. Dollar abgezogen – mehr als drei Mal so viel wie in der Weltfinanzkrise.”

Georgiewa ergänzte, zuletzt von mehr als 90 Ländern Anträge auf Notfallfinanzierungen erhalten zu haben. Das sei bisher noch nicht vorgekommen. Grünes Licht gebe es bereits für Hilfsprogramme in Ruanda, Madagaskar und Togo. Der IWF kann insgesamt eine Billion Dollar verleihen, bei den Notfallfinanzierungen wird mit einer Nachfrage von rund 100 Mrd. Dollar gerechnet. Der IWF überprüfe momentan seinen Instrumentenkasten, so die Chefin des Fonds. Dabei gehe es um vorsorgliche Kreditlinien und in einigen Fällen ärmerer Staaten auch um Schuldenerleichterungen, damit mehr Gelder in das Gesundheitssystem fließen könnten.

Von: APA/ag.

Kommentare

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10 Kommentare auf "IWF erwartet katastrophales Jahr für Weltwirtschaft"


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koenig Ludwig
koenig Ludwig
Tratscher
1 Monat 26 Tage

🥴 Do braucht man net IWF Chefin sein um sowas feststellen zu können.

Anderrrr
Anderrrr
Superredner
1 Monat 26 Tage

Hmm sog de ? Für des brauchts a studierte😂

Urlauberpaar
Urlauberpaar
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Es wird immer nur über die Folgen von Corona gesprochen, ich will wissen welche Rolle die chinesische Diktatur in Peking gespielt hat und wie die Vereinten Nationen einen solchen Fall für die Zukunft verhindern bzw.besser managen will.

Don Bass
Don Bass
Superredner
1 Monat 26 Tage

Die VN haben in China nichts zu melden.
Und deine “Diktatur” hat uns allenfalls genützt durch die Abschottung.

Urlauberpaar
Urlauberpaar
Tratscher
1 Monat 20 Tage

@Don Bass  Aber zu spät ! Und sagst du mir auch wer für die Billionen vom Schäden aufkommt ?

OrB
OrB
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Die Weltwirtschaft ist ein Witz, überlebt nicht mal ein paar Wochen.
Taurig aber wahr.
für ein schnelles Umdenken wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.

silas1100101
silas1100101
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Wenn die Weltwirtschaft weniger als 60% einbricht ist es nicht schlimm!!!! Es bräuchte ein Arbeitslosengeld für ganz Europa!!

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
1 Monat 25 Tage

silas : Haha und das sollen wohl wieder die gut Wirtschaftenden wie Deutschland-Österreich und Dänemark bezahlen ? NENE meine Mlieber so NICHT ! Jeder Staat muss selber seine Hausaufgaben machen !!!Aber ITALIA lebt im DOLCE VITA MODUS und Hauptsache FERRAGOSTO der 100 Milliarden kostet 🙁 In den Köpfen muss sich was ändern sonst wird das nie was !!!!!! 🙁

Mr.X
Mr.X
Grünschnabel
1 Monat 26 Tage

Jo guaten Morgen. Ober net lei die Schuld Corona geben. Viel mehr isches schun a der Unfähigkeit insrer Politelite geschuldet!

ghostbiker1
ghostbiker1
Tratscher
1 Monat 26 Tage

sell glab i,a Monat nix tian

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