Mehr als 80 Staaten Nothilfen vom IWF beantragt

IWF sieht Weltwirtschaft bereits in der Rezession

Freitag, 27. März 2020 | 19:26 Uhr

Die Weltwirtschaft befindet sich nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie schon in einer Rezession. Die Wirtschaft in den USA und weiteren reichen Ländern schrumpfe bereits, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Freitag. Die Weltwirtschaft werde wegen des Virus in diesem Jahr eine “schwere” Rezession erleben, warnte Georgiewa.

Auch die Industriestaaten-Organisation OECD erwartet wegen der Corona-Krise eine Rezession in vielen Volkswirtschaften. Jeder Monat mit Ausgangsbeschränkungen werde das jährliche Wirtschaftswachstum um zwei Prozentpunkte drücken, warnte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Er nannte als eine besonders betroffene Branche den Tourismus. Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaft in mindestens zwei Quartalen hintereinander schrumpft.

“Die jetzigen hohen Kosten der Pandemie-Bekämpfung sind unvermeidbar, um wesentlich tragischere Folgen und einen noch schlimmeren wirtschaftlichen Schaden in Zukunft abzuwenden”, betonte Gurria. Er begrüßte die Entscheidung des G20-Videogipfels vom Donnerstag, die Weltwirtschaft zunächst mit insgesamt 5 Billionen US-Dollar (4,6 Billionen Euro) zu stützen. In der G20-Runde sind die führenden Wirtschaftsmächte versammelt.

IWF-Chefin Georgiewa zeigte sich überzeugt, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr wieder wächst. Der IWF könne bis zu einer Billion US-Dollar (900 Mrd. Euro) einsetzen, um Mitgliedsstaaten mit Krediten zu unterstützen, sagte Georgiewa. Dafür gebe es bereits 81 Anfragen von Entwicklungs- und Schwellenländern.

Der IWF hatte bereits am Montag gewarnt, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr eine Rezession erleben werde, die mindestens so schlimm sein werde wie jene infolge der globalen Finanzkrise 2008/09. Eine Rezession wird normalerweise als zwei Quartale negativen Wachstums definiert. Der IWF will im April detailliertere Prognosen zur globalen Wirtschaftsentwicklung vorstellen.

Von: APA/ag.

Kommentare
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Don Bass
Don Bass
Superredner
2 Monate 3 Tage

Die verzögerten und jetzt am Ziel vorbeigeschossenen Maßnahmen werden uns noch das Genick brechen. Die Produktion zu verbieten ist ein großer Fehler Contes.

Wenn man mit einrechnet, dass alle Gehälter von Beamten, Lehrern, Politikern, Sanitätsdienstleistern usw. von der produzierenden Bevölkerung finanziert werden kann man nur erahnen, wie sehr sich diese 2 Wochen potenzieren werden.
Und wir sind noch nicht am Ende, ihm kann ja noch die Idee kommen, das Einsperren zu verlängern…

Spiegel
Spiegel
Superredner
2 Monate 2 Tage

Im gegenzug Staatsbeamte und Landesbeamte entlassen!

Don Bass
Don Bass
Superredner
2 Monate 2 Tage

Und mit mehr Arbeitslosen wäre das System entlastet?
Wie gesagt, die produzierende Industrie und der Tourismus finanziert alles im Staat, wir haben keine großen Rohstoffe auf denen wir uns ausruhen könnten.
Also lasst uns produzieren oder wir werden untergehen.

Knedl
Knedl
Grünschnabel
2 Monate 2 Tage

Was viele noch nicht denken… alle hilfsmassnahmen pakete usw…. sind unvermeidbar… jedoch zahlen wir den preis dafûr früher oder später. Man muss hoffen dass dieser hacken nicht zu brutal wird

offnzirkus
offnzirkus
Tratscher
2 Monate 2 Tage

Was wird noch alles kommen, hoffentlich nicht zu schlimm!

ghostbiker
ghostbiker
Tratscher
2 Monate 2 Tage

War endlich Zeit olle überbezahlten Pensionen u.Politikergehälter drastisch zu reduzieren ober dazu brauchts woll noch einige Viruse…

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