"Datenverbindung ist heute das, was die Eisenbahn vor 100 Jahren war"

JG fordert Hochgeschwindigkeitsinternet für ganz Südtirol

Donnerstag, 23. April 2015 | 15:57 Uhr

Bozen – Südtirols Wettbewerbsfähigkeit und Innovationspotential hängen von einer funktionierenden Infrastruktur ab, dazu gehört ein leistungsstarker, schneller und belastbarer Internetzugang im ganzen Land. „Die Politik hat die Aufgabe und Pflicht diesen Ausbau zu fördern und der Südtiroler Gesellschaft die Möglichkeit zu bieten um für alle Sozial- und Wirtschaftsbereiche ausreichend ausgestattet zu sein“, fordert der Vorsitzende der Jungen Generation in der SVP, René Tumler.
 
Die Datenverbindung sei für die Jugend von heute das, was die Eisenbahn für die Südtiroler Gesellschaft vor 100 Jahren war. Internethandel, E-Government, Video-oder Music-on-demand seien nur einige Beispiele dafür, dass heute in nahezu allen wirtschaftlichen, öffentlichen und privaten Lebensbereichen leistungsstarke Breitbandinternetverbindungen benötigt werden. Der Anschluss an das schnelle Internet sei Voraussetzung für die Nutzung der vielen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen des Internets, so die Junge Generation.

„Die Verfügbarkeit von Breitbandinfrastrukturen ist für 90 Prozent der Unternehmen einer der wichtigsten Faktoren bei der Standortauswahl. Auch die mobile Nutzung des Internets immer wichtiger wird, brauchen wir auch hier einen weiteren Ausbau der Breitband Infrastruktur. LTE, LTE-advanced, WiMAX und Satellitentechnologien können einerseits die Breitbandversorgung für weitentlegene Gebiete sicherstellen und so das Glasfasernetz hier ergänzen“, hält René Tumler fest. Diese mobile Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung biete gerade im ländlich geprägten Südtirol viele Möglichkeiten um ALLE Südtiroler mit Hochgeschwindigkeitsinternet zu verbinden. Die Landesverwaltung habe bereits einiges unternommen, um allen die benötigte Datenverbindung zur Verfügung zu stellen. Doch gerade die letzten Verbindungen von zentralen Punkten in den Gemeinden und Ortschaften zu den Haushalten sei ein wichtiger Faktor. Dies liege nun in den Zuständigkeiten der Gemeinden.
 
Die Junge Generation sieht nachstehende Maßnahmen vorrangig:
 
– Umsetzung der Managementpläne für die eigene Gemeinde zur Finanzierung der „letzten Meile“
– Umsetzung der „letzten Meile“ für Unternehmen um die Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen im eigenen Dorf zu gewährleisten.
– Umsetzung der „letzten Meile“ für Privathaushalte um auch dem persönlichen Verlangen nach genügend Datenvolumen gerecht zu werden.
– Forcierung der Breitbandfunkverbindung für abgelegene Orte.
 
Weitere notwendige Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung seien:
 
– Ausbau des E-Gouvernements für Amtsgänge auf Gemeindeebene
– Freier Zugang zu offiziellen Schriftstücken – Informationsfreiheit statt Amtsgeheimnis
– Ausbau der Bürgerbeteiligung über das Internet
– Möglichkeit einer elektronischen Unterschriftenabgabe für Volksanliegen
– Möglichkeit einer elektronischen Stimmabgabe bei Wahlen
– Ausbau der kostenlosen WLAN an öffentlichen Plätzen
– Ausbau der digitalen Angebote von Bibliotheken
 
„Die Jugendorganisation der Südtiroler Volkspartei sieht Ihre Aufgabe darin, durch möglichst viel Vertreter in den Gemeindestuben allen Südtirolern und Südtiroler Unternehmen eine angemessene Internetverbindung herzustellen und/oder zu gewährleisten, damit Südtirol zukunftsfähig bleibt“, betont der Landesjugendreferent der Jungen Generation René Tumler.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen