Auf Padua und Sassari folgt Bozen

Junge Forscher tauschen sich in Bozen zu Herausforderungen der Agrarwende aus

Freitag, 15. Juli 2022 | 16:02 Uhr

Bozen – Ein multidisziplinärer und frischer Blick auf aktuelle Herausforderungen der Land- und Forstwirtschaft und neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu sowie eine wichtige Möglichkeit der Vernetzung für die nächste Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in diesem Bereich – all das bietet die dritte Ausgabe der Tagung AISSA #under40, bei der sich am 14. und 15. Juli knapp 200 junge Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen in Bozen treffen.

Auf Padua und Sassari folgt Bozen: Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Associazione Italiana Società Scientifiche Agrarie die Tagung AISSA #under40. Ein Treffpunkt von Wissenschaftlern unter 40, die in unterschiedlichen Disziplinen an Themen der Land- und Forstwirtschaft forschen – ob Ökonomie, Tierhaltung, Pathologie und Entomologie, Lebensmittelwissenschaften oder Agrar- und Lebensmitteltechnik. Rund 200 Teilnehmende beschäftigen sich am 14. und 15. Juli in drei Sessionen mit Fachvorträgen sowie in Diskussionsrunden mit wissenschaftlichen Antworten auf die epochalen Herausforderungen, vor denen die Agrar- und Forstwirtschaft aktuell steht: von den Zielvorgaben zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen, einem effizienteren und verringertem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln und Antibiotika bis hin zum Ausbau der Biolandwirtschaft.

Die Themenfelder, zu denen sich der wissenschaftliche Nachwuchs in diesem Bereich in Bozen austauscht, reicht von Konzepten wie Carbon Farming bis hin zu Technologien der Smart Agriculture oder Climate Smart Forestry, von angewandter Mikrobiologie über Tierwohl bis hin zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Böden und Wasservorräten. „Eines der wichtigsten Ziele dieser Tagung besteht aber darin, junge Forscherinnen und Forscher unter 40 Jahren zusammen zu bringen und ihren Austausch zu fördern. Denn sie sind es, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wissenschaftliche Antworten auf die großen offenen Fragen in Land- und Forstwirtschaft geben sollen und dafür ist es immer unumgänglicher, multidisziplinär zusammenzuarbeiten“, erklärt Damiano Zanotelli, Forscher an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik und organisatorischer Verantwortlicher der Tagung. „Umso wichtiger ist auch für uns als Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, die diesjährige Ausgabe der AISSA #under40 auszurichten und damit unser italienweites Netzwerk auszubauen.“

Der wissenschaftliche Part der Tagung wird am Freitagnachmittag durch Vorträge geladener Expertinnen und Experten zur europäischen Forschungslandschaft, zur Bedeutung von Wissenschaftskommunikation und zu Herausforderungen und Chancen des ökologischen Wandels aus unterschiedlichen Perspektiven ergänzt. Am Samstag, 16. Juli, werden drei Exkursionen zu Südtiroler Betrieben angeboten: im Bereich Obst- und Weinbau stehen die Kellerei Meran und der Reaslerhof in Plaus auf dem Programm; im Bereich der Forstwirtschaft die Forstschule Latemar mit ihrem Aufforstungsprogramm nach dem Sturmtief Vaia sowie im Bereich der Viehwirtschaft der Tantscherhof und der Bio-Ziegenhof David’s Goashof in Lajen sowie der Barbianer Betrieb Aspinger Raritäten, wo über 800 vergessene Obst- und Gemüseraritäten angebaut werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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1 Kommentar auf "Junge Forscher tauschen sich in Bozen zu Herausforderungen der Agrarwende aus"


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Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
29 Tage 13 h

Genau ausbau der Biolandwirtschaft fördert den Klimawandel! Mehr CO2 Ausstoss und dazu weniger Produktion. Mehr Flächenverbrauch heisst Wälder Roden ( Amazonas) oder Feuchtgebiete trockenlegen

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