SGB fordert Ansatz bei Steuern

„Kein Eingriff in die Rentenanpassung!“

Freitag, 15. Juli 2022 | 11:20 Uhr

Bozen – Wegen der Inflation kommen für das Jahr 2022 Mehrausgaben auf das INPS zu, die auf insgesamt 24 Milliarden Euro geschätzt werden. Die Rentnergewerkschaft FNP des SGBCISL fürchtet, dass dies der Anlass dafür sein könnte, einen Eingriff in die Rentenanpassung zu erwägen.

“Die inflationsbedingte Zunahme der Ausgaben darf kein Grund sein, um am System der Rentenanpassung Hand anzulegen und dieses zurückzufahren oder gar auszusetzen. Diesen Inflationsausgleich, der ohnehin nicht besonders hoch ist, haben die Rentnerinnen und Rentner nach Jahren der Proteste und Kundgebungen wiedererlangt”, so Generalsekretärin Anna Rita Montemaggiore.

Vielmehr sollte ihrer Ansicht nach der Steuerdruck auf die Renten gesenkt werden: Italien zähle zu den Ländern mit der höchsten Steuerlast. Es brauche eine dauerhafte, umfassende Steuerreform, um den sozialen Ungleichheiten bei Arbeitnehmern und Rentnern zu begegnen.

“In Bezug auf die Rentenausgaben 2021 ist es wichtig, die realen Kosten der Rentenleistungen, die aus Beiträgen stammen, zu sehen, sprich die Ausgaben nach Vorsorge und Fürsorge zu trennen. 236 Milliarden Euro an Einnahmen aus Beiträgen stehen 273 Milliarden Euro an Rentenausgaben gegenüber. Die Besteuerung dieser Renten macht laut INPS-Jahresbericht immerhin 57 Milliarden Euro aus, was die ‚Nettoausgaben‘ für Renten auf 216 Milliarden drückt, wodurch die Einnahmen an Beiträgen um 20 Milliarden höher liegen als die Ausgaben für Renten. Es ist höchst an der Zeit, die Vorsorge von der Fürsorge zu trennen, wie wir schon seit Jahren fordern”, so Montemaggiore abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "„Kein Eingriff in die Rentenanpassung!“"


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pingoballino1955
pingoballino1955
Superredner
29 Tage 23 h

Die Rentner/Pensionisten*innen werden immer das Nachsehen haben.2022 Rentenerhöhung( nur 3× Minimum) ,1,4 % Inflation gegenwärtig Jan bis Juli: Schnitt: 8% Herr Renzler Svp,klären Sie doch mal die Leute auf,man hört diesbezüglich NICHTSvon ihnen!!! Sie wären ja zuständig mit Amhof und Co für die Arbeitnehmer und Co,auch für die Lohnerhöhungen.Man staunt nur über eure Svp Glorifizierung,passieren tut nichts.Natürlich hat überall der Staat und Corona die Schuld.Lasst euch ein anderes Svp Märchen einfallen: zieht nicht mehr!!!

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