Projekt genehmigt

Klärschlammverwertung: Weg frei für Umweltprüfung

Dienstag, 12. April 2022 | 14:57 Uhr

Bozen – Die Landesregierung hat am heutigen Dienstag zugestimmt, dass die thermische Verwertungsanlage für Südtirols Klärschlämme der Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen wird.
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­Bereits im Mai 2021 hatte die Landesregierung grünes Licht für die thermische Verwertungsanlage für Klärschlämme in Südtirol gegeben. Das Projekt sieht die Errichtung einer neuen Anlage vor, die am Gelände der Kläranlage ARA Tobl in St. Lorenzen entstehen soll. Dort werden künftig alle in den öffentlichen Kläranlagen Südtirols anfallenden Klärschlämme in einer zentralen Anlage umweltverträglich behandelt.

Am heutigen Dienstag hat die Landesregierung auf Vorschlag von Energie- und Umweltlandesrat Giuliano Vettorato beschlossen, das Projekt und die Umweltverträglichkeitsstudie für die neue Anlage zu genehmigen, die von der ARA Pustertal AG vorgelegt wurden. Diese betreibt die Kläranlage ARA Tobl sowie die bestehende Klärschlammtrocknungs- und -verbrennungsanlage.

“Die Technologie der thermischen Klärschlammverwertung hat sich in Südtirol bereits bewährt“”, berichtet Landesrat Vettorato: “Bei der Planung der neuen Anlage wurde berücksichtigt, dass die produziere Klärschlammmenge in Südtirol in den letzten Jahren angestiegen ist und noch weiter ansteigen wird, aufgrund des Wachstums von Bevölkerung, Tourismus und produzierendem Gewerbe. Ziel ist es, die Qualität des Endabfallprodukts zu erhöhen, um dieses korrekt entsorgen beziehungsweise umweltgerecht wiederverwenden zu können.”

Durch spezielle Verfahren soll etwa der im Klärschlamm enthaltene Phosphor bei der thermischen Klärschlammverwertung rückgewonnen und für die Landwirtschaft genutzt werden, so die Absicht der Landesregierung.

Das Ausführungsprojekt der thermischen Verwertungsanlage ist auf eine maximale jährliche Klärschlammmenge von 72.000 Tonnen ausgelegt. Das Projekt wird nun der Dienststellenkonferenz im Umweltbereich für die Ausstellung der integrierten Umweltermächtigung vorgelegt. Die neue Anlage wird jene aus dem Jahr 2006 ersetzen und nur Trockenschlämme behandeln.

Von: luk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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1 Kommentar auf "Klärschlammverwertung: Weg frei für Umweltprüfung"


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bern
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Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Wir sprechen also von 2500 LKW-Fahrten jährlich zusätzlich ins Pustertal. Dann wird der Klärschlamm mit Hilfe von Gas verbrannt und dadurch CO2 produziert.
Würde die Prüfung nicht vom Land selbst gemacht, sie wäre immer negativ.
Klärschlamm deponiert man besser in alten Kohleabbaustätten. Dann wird aus der Biologie wieder Kohle, ohne Produktion von CO2.

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