25 neue Klimaschutzbeauftragte in Südtirol, Tirol und Vorarlberg

Klimaschutz beginnt in der Gemeinde

Mittwoch, 22. April 2015 | 19:25 Uhr

Bozen – Klimaschutz beschäftigt nicht nur internationale Klimakonferenzen – auch Gemeinden müssen sich vermehrt auf die Folgen des Klimawandels einstellen. Konkrete Handlungsmöglichkeiten standen im Mittelpunkt des Praxislehrgangs zur/zum „Kommunalen Klimaschutzbeauftragten“, der grenzüberschreitend von Oktober 2014 bis April 2015 in Österreich und Italien stattfand. Am Freitag wurden die Teilnehmenden in Innsbruck ausgezeichnet.

25 Gemeindevertreter und am Klimaschutz Interessierte aus Südtirol, Tirol und Vorarlberg nutzten das europaweit einzigartige Ausbildungsangebot von Klimabündnis Tirol in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige und dem Energieinstitut Vorarlberg und den jeweiligen Ländern. Die Kursteilnehmer bekamen das Zertifikat zur/zum „Kommunalen Klimaschutzbeauftragten“ im Rahmen einer Abschlussveranstaltung von der Tiroler LHStv.in Ingrid Felipe und dem Geschäftsführer des Ökoinstituts Südtirol/Alto Adige, Andreas Pichler, überreicht. „Beim Klimaschutz muss man über die eigenen Grenzen hinaus denken. Der Lehrgang bereitet Gemeinden dreier Regionen auf die Veränderungen durch den Klimawandel vor und liefert Expertise und Ideen für die dringend notwendige gemeindeübergreifende Zusammenarbeit“, erläutert Felipe die Bedeutung des Lehrgangs für den kommunalen Klimaschutz. Über die eigenen Aktivitäten hinaus können Gemeinden zudem mit ihrem direkten Draht zur Bevölkerung „wesentlich zum Bewusstseins- und Wertewandel beitragen und BürgerInnen für den Klimaschutz mobilisieren“.

Innovationskraft für Gemeinden

Neben namhaften KlimaforscherInnen wie Helga Kromp-Kolb der Universität Wien und Georg Kaser der Universität Innsbruck konnten zahlreiche ExpertInnen sowie VertreterInnen aus Bundes- und Landesverwaltung, Kommunikationsprofis und PraktikerInnen als Vortragende für den Lehrgang gewonnen werden. Auch Klimamönch Edmund Brandner gab seinen humoristischen Selbstversuch, ein Jahr lang klimafreundlich zu leben, zum Besten.

Im Rahmen von Projektarbeiten wurden von den Teilnehmenden konkrete Klimaschutzkonzepte für die eigene Gemeinde oder den Betrieb entwickelt, die zum Teil bereits erfolgreich umgesetzt worden sind. Die qualitativ hochwertigen Ergebnisse reichen von einem nachhaltigen Beschaffungsleitfaden über Angebote für eine ökologische (Garten-) Bewirtschaftung bis hin zu Maßnahmen zur Reduktion des persönlichen ökologischen Fußabdrucks. Ergebnis des Lehrgangs sind somit „zahlreiche Vorzeigeprojekte und Kompetenz, um Klimaschutz in der Gemeinde umzusetzen. Die Teilnehmenden haben die Werkzeuge erhalten um als Ansprechpartner vor Ort sinnvolle Klimaschutzprojekte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, Betrieben und in privaten Initiativen umzusetzen“, beschreibt Andreas Pichler, Geschäftsführer des Ökoinstituts Südtirol die weiteren Effekte des Bildungsangebots.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen