Köstinger fordert die EU-Kommission zum Handeln auf

Köstinger pocht auf einheitliche Herkunftskennzeichnung

Dienstag, 08. Februar 2022 | 12:28 Uhr

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) pocht auf eine EU-weit einheitliche und verpflichtende Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln. “Die EU-Kommission ist hier gefordert zu handeln, einen europäischen Gesetzesvorschlag auch vorzulegen”, bekräftigte Köstinger im Vorfeld eines informellen Treffens mit ihren EU-Amtskollegen im französischen Straßburg. In Österreich wolle man die verpflichtende Herkunftsbezeichnung bereits heuer noch umsetzen.

“Damit soll mehr Transparenz bei den Konsumentinnen und Konsumenten, und vor allem auch eine faire Wertschöpfung bei den Landwirten ankommen”, sagte Köstinger. 86 Prozent der österreichischen Bevölkerung legen laut Landwirtschaftsministerium großen Wert auf die Herkunft von Lebensmitteln.

Ebenfalls gefordert sieht Köstinger die EU-Kommission in Sachen Erzeugerpreise. “Betriebsmittel werden immer teurerer, aufgrund der wirtschaftlichen Lage, die steigenden Energiepreise – das hat natürlich Einfluss auf die Erzeugerpreise der Landwirte”, sagte die Ministerin. Die EU-Kommission müsse hier “intervenieren”.

Das große Thema der Landwirtschaftsminister am Dienstag in Straßburg ist das sogenannte “Carbon Farming”. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Praktiken, die Kohlenstoff in landwirtschaftlichen Böden binden und speichern sollen. Es sei sehr wichtig, dass die EU-Kommission dies in den Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stellt und keine neue Verordnung bringt, betonte Köstinger.

Von: apa