Unterstützung der Makroregion Alpen

Kompatscher bei Arge-Alp-Konferenz

Freitag, 26. Juni 2015 | 13:03 Uhr

Lugano – Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Regierungschefs der Arge Alp haben heute in Lugano (Schweiz) eine Resolution zur makoregionale EU-Strategie für den Alpenraum verabschiedet. "Die Makroregion hat das Potenzial, die Interessen der Regionen des Alpenbogens auf EU-Ebene durchzusetzen. Als operativer Sitz habe ich das Euregio-Büro in Brüssel vorgeschlagen", erklärt Kompatscher.

Zum 46. Mal seit 1972 sind gestern und heute die Regierungschefs der zehn Arge-Alp-Länder zur Konferenz der Regierungschefs zusammengekommen. In Lugano stand aber weniger die Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer im Mittelpunkt der Gespräche, als vielmehr die Makroregion Alpen. Zur "Europäischen makroregionalen Strategie für den Alpenraum – EUSALP" haben die Regierungschefs dann auch eine Resolution verabschiedet.

"Brauchen wir jetzt neben der Europaregion und der Arge Alp noch eine weitere Vereinigung? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares und unmissverständliches Ja. Die Europaregion ist der Weg zur Landeseinheit im europäischen Rahmen, in dem wir konkrete Projekte umsetzen, die Arge Alp ist die Interessensvertretung der zentralen Alpenländer, aber die Makroregion wird die Plattform, in der alle Regionen des Alpenbogens auf der einen und die Europäische Union auf der anderen Seite die spezifischen Probleme dieses Lebensraums gleichberechtigt erörtern. Mit der EUSALP schaffen sich die Regionen ein Sprachrohr gegenüber der EU", erklärt Landeshauptmann Kompatscher.

Die Weichen für die Makroregion Alpen sind gestellt, jetzt wird an der konkreten Umsetzung gearbeitet. Landeshauptmann Kompatscher hat heute das Büro der Europaregion Südtirol-Tirol-Trentino als operativen Sitz der Makroregion vorgeschlagen. "Wir wollen keine neue Strukturen aufbauen, sondern uns der bestehenden Einrichtungen bedienen. Unser gemeinsames Büro in Brüssel würde sich anbieten, die Makroregion zu beherbergen, weil es die einzige dreisprachige Struktur dieser Art ist und auf einen Erfahrungsschatz aus 20 Jahren zurückgreifen kann", sagte der Landeshauptmann.

Die Arge-Alp-Regierungschefs haben heute klar und unmissverständlich festgelegt, dass es im Zusammenspiel mit der EU und den Nationalstaaten die Regionen sein müssen, die auf allen Ebenen die so genannte Governance ausüben. "Gemeinsam mit meinen Kollegen bin ich der Auffassung, dass die Makroregion die Interessen der Kernregionen der Alpen vertreten muss. Unsere besonderen Anliegen sind die nachhaltige Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung des ländlichen Raums, der Vernetzung und der Mobilität sowie der Schutz des Lebensraums durch verantwortungsvollem Umgang mit den Ressourcen", führt Landeshauptmann Kompatscher aus.

Den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen hat sich auch die Arge Alp seit Jahrzehnten auf die Fahnen geschrieben. Der Kanton Tessin hat heute deshalb  ein innovatives Projekt zur Renaturierung der Fließgewässer auf die Tagesordnung gesetzt. Südtirol hat hingegen ein Projekt der Klimahausagentur zur Energieeffizienz und den Klimaschutz im Alpenraum vorgelegt. Damit soll abgeklärt werden, auf welchem Stand die Energieeffizienzpolitik in den einzelnen Arge-Alp-Ländern ist.

Mit der Konferenz der Regierungschefs in Lugano endete heute der Vorsitz des Tessins in der Arge Alp. Im kommenden Jahr wird Vorarlberg die Leitung der Arbeitsgruppe übernehmen.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen