3,6 Millionen Euro gehen an Land und Ufergemeinden

Kraftwerk St. Anton: Sechs Mio. Euro für Umweltmaßnahmen ­

Dienstag, 13. September 2022 | 15:50 Uhr

Bozen – Für Umweltverbesserungsmaßnahmen im Einzugsgebiet des Kraftwerks St. Anton stehen im Zeitraum 2022-2024 sechs Millionen Euro zur Verfügung. Die Landesregierung hat den Dreijahresplan genehmigt.
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In ihrer heutigen Sitzung hat die Landesregierung den Umweltplan für den Zeitraum 2022-2024 des Kraftwerks St. Anton bei Bozen genehmigt. Es stehen insgesamt 6 Millionen Euro für Maßnahmen zur Aufwertung der Umwelt zur Verfügung, wobei dem Land und den Ufergemeinden rund 3,6 Millionen Euro zustehen.

“Die mit Umweltgeldern finanzierten Verbesserungsmaßnahmen stellen einen großen Mehrwert für unser Land dar”, unterstreicht der Energie- und Umweltlandesrat. “Wir möchten diesen Weg weitergehen und damit auch beispielgebend für andere Regionen sein.”

Wie gesetzlich vorgeschrieben, sind die Konzessionäre für die Wasserableitung zur Erzeugung elektrischer Energie – in diesem Fall die Gesellschaft Eisackwerk GmbH – verpflichtet, 15 Prozent des jährlichen Erlöses aus dem Energieverkauf dem Land Südtirol und den Ufergemeinden für die Finanzierung von Umweltausgleichsmaßnahmen auszuzahlen. Die Umweltmaßnahmen werden aufgrund eines Dreijahresplans festgelegt. Um diesen umzusetzen, ist der Abschluss einer Vereinbarung vorgesehen. Mit dem heute genehmigten Einvernehmensprotokoll zwischen Land Südtirol, Eisackwerk GmbH und den Ufergemeinden Sarntal, Jenesien, Ritten und Bozen hat die Landesregierung auch den Energielandesrat ermächtigt, das Protokoll zu unterzeichnen.

3,6 Millionen Euro gehen an Land und Ufergemeinden

Neben 2,4 Millionen Euro, die der Kraftwerksbetreiber für eigene Maßnahmen einbehält (Reduzierung des Schwallbetriebs durch die Realisierung eines Ausgleichsbeckens) stehen dem Land Südtirol im Dreijahreszeitraum 2022-2024 insgesamt 714.999 Euro an Umweltgeldern zu. Die geplanten Umweltmaßnahmen umfassen die Planung der Kläranlagen Wangen und Oberinn und erste Maßnahmen, die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes “Talfer” für den Raum Bozen (unter Berücksichtigung der Geschiebebewirtschaftung, Hochwassersicherheit und Gewässerökologie), sowie Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen in Feuchtbiotopen in der Gemeinde Jenesien.

Die Ufergemeinde Sarntal wird den ihr zugewiesenen Betrag (905.890,31 Euro) vor allem in die Neutralisierungsanlage “Mai in der Wies” und in den Hauptsammler Nordheim/Sarnthein investieren, die Gemeinde Jenesien (372.165,13 Euro) in die Wanderhängebrücke Martertal und den Bau des Recyclinghofs Jenesien, die Gemeinde Ritten (905.890,31 Euro) in die energetische Sanierung der Vereinshäuser Lengstein und Lengmoos sowie in die Sicherung der Wasserversorgung und die Gemeinde Bozen (701.055,24 Euro) in die außerordentliche Instandhaltung der historischen Wassermauer entlang der Talfer und in die energetische Sanierung von Sozialwohnungen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Kraftwerk St. Anton: Sechs Mio. Euro für Umweltmaßnahmen ­"


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traktor
traktor
Kinig
17 Tage 2 h

die sollen die reduzierung des schwalles mit den erwirtschafteten geldern finanzieren, nicht mit umweltgeldern! so wie es auch andere betreiber machen müssen!!!

N. G.
N. G.
Kinig
17 Tage 8 Min

Es ist eine Massnahme für die Umwelt. Warum dann nicht aus dem Topf?
Wir ALLE müssen dazu beitragen!

alles wird gut
16 Tage 21 h

die Konzession sollte nicht an einen privaten Konzessionär gehen….. Grundlegend falsch….

Zugspitze947
16 Tage 9 h

N.G. Das ist Leuteverdummung. Den Strom zum wirklich NÖTIGEN Preis verkaufen und nicht vom Steuerzahler das Geld holen um diese Massnahmen zu finanzieren !” 🙁

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