Weizenlager in Ismajil (Ismail) nahe Odessa

Kreml: Keine Hindernisse für Getreideexport aus Odessa

Montag, 25. Juli 2022 | 12:31 Uhr

Der Preis für Weizen liegt aktuell nach der ukrainisch-russischen Einigung über Ausfuhren mit 332,75 Euro (Montagmittag) zwar um rund 20 Prozent tiefer als vor drei Monaten. Im Jahresvergleich ist das wichtige Getreide aber immer noch um mehr als 50 Prozent teuer, im Fünfjahresvergleich sind es mehr als 90 Prozent. Die russischen Raketenangriffe auf den wichtigen Exporthafen Odessa sind indes aus Sicht des Kremls kein Hindernis für die Export-Wiederaufnahme.

Nach der Einigung zwischen Kiew und Moskau in Istanbul war der Preis je Tonne Weizen von rund 350 Euro auf 325 Euro gesunken. Am Montag zog er dann wieder leicht an.

Die russischen Raketenangriffe in der südukrainischen Hafenstadt sind nach Ansicht der Moskauer Führung kein Hindernis für der Getreideexporte über das Schwarze Meer, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Montag. “Dies kann und sollte den Start des Verschiffens nicht beeinträchtigen”, wurde Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zitiert. Er betonte, dass sich die Raketenangriffe “ausschließlich” gegen militärische Infrastruktur gerichtet hätten. Sie “stehen nicht im Zusammenhang mit dem Abkommen über den Getreideexport”.

Der Hafen war am Samstag beschossen worden – nur einen Tag, nachdem Vertreter Kiews und Moskaus in Istanbul zwei getrennte, aber inhaltlich identische Abkommen über die Wiederaufnahme des durch den Krieg blockierten Exports von ukrainischem Getreide auf dem Seeweg unterzeichnet hatten. Westliche Staaten verurteilten die Angriffe scharf.

Russland bestritt zunächst, für die Raketenangriffe in Odessa verantwortlich zu sein. Am Sonntag räumte Moskau dann aber ein, dass die russische Armee die Angriffe geführt hatte. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte, “hochpräzise” Kalibr-Marschflugkörper hätten im Hafen von Odessa “militärische Infrastruktur” zerstört. Belege für diese Darstellung lieferte Russland nicht. Von unabhängiger Seite ließ sie sich nicht überprüfen.

Von: apa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Kreml: Keine Hindernisse für Getreideexport aus Odessa"


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Selbstbewertung
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Superredner
19 Tage 20 h

….”keine Hindernisse….”, bis auf den klitzekleinen Umstand, dass einer der wenigen für die Ukraine verfügbaren Häfen (Odessa) gerade bombardiert wurde….zuerst von Russland wie immer geleugnet, dann zugegeben, dann gerechtfertigt.

Doolin
Doolin
Kinig
19 Tage 19 h

…da muss man schön blöd sein, denen noch irgendwas zu glauben…
😁

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