Die Meraner Missionsgruppe hilft

Krieg in Europa belastet auch Afrika

Mittwoch, 18. Mai 2022 | 23:52 Uhr

Meran – Es ist höchste Zeit, Projekte zu entwickeln, mit denen Afrika geholfen werden kann, um mit den Folgen des Ukraine Kriegs fertig zu werden. Daran wurde während der Jahresversammlung der Meraner Missionsgruppe „ein Brunnen zum Leben“ erinnert. Und die Missionsgruppe ist, auf Wunsch einiger Diözesen des Benin, auch schon dabei, mit neuen Brunnenbohrungen den Zugang zu mehr Wasser zu erschließen, damit in verschiedenen Dörfern der Gemüseanbau für die Selbstversorgung ermöglicht wird.

Während in den letzten beiden Jahren die Pandemie die Arbeit der von Alpidio Balbo gegründeten Hilfsorganisation bestimmt hat, ist es in diesem Jahr der Ukraine Krieg. Es sind nicht nur die ausbleibenden Spenden, die in dieser Situation mehr den Ukraine-Flüchtlingen zufließen, sondern es ist auch die Verschlechterung der Lebensbedingungen in den von der Missionsgruppe betreuten Ländern Afrikas, die eigentlich eine Steigerung der Hilfsleistungen erfordern würden.

So sind im Benin die Preise für Grundnahrungsmittel stark gestiegen (z. B. Brot bis zu 50 Prozent), ebenso gibt es kaum noch Treibstoff. Von daher der Aufruf der Kirchen vor Ort, insbesondere der Diözesen von Abomey und Natitingou, Projekte zu unterstützen, mit denen der Gemüseanbau in den Dörfern ermöglicht wird.

Wie immer war die Versammlung des GMM die Gelegenheit, um über die vergangenen und zukünftigen Projekte zu berichten. Trotz der Pandemie ist es der Meraner Hilfsorganisation gelungen, die geplanten Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Afrika zu verwirklichen. Das Hauptaugenmerk lag auf der Wasserversorgung, die Basis für Hygiene und Gesundheit, ebenso wie für den Gemüse- und Getreideanbau. Dank eines Beitrags der Autonomen Provinz Bozen konnten im letzten Jahr acht neue Brunnen gebohrt werden, während es heuer sieben sein sollen.

Zudem ist im letzten Jahr das Gesundheitszentrum von Godjeme, in Togo, das in Gedenken an Graziano Bortolotti, dem vor zwanzig Jahren verunglückten Bozner Unternehmer, errichtet worden ist, erweitert worden. Und neben der Gesundheitsfürsorge liegt das Augenmerk immer auch auf der Aus- und Weiterbildung, die Basis für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Afrika. So ist im Nordbenin, genau gesagt in Gougnenou, der Ausbau einer Oberschule in Angriff genommen worden (von der Region Trentino Südtirol kofinanziert), während der Bau einer Grundschule, ebenfalls im Nordbenin, für das laufende Jahr vorgesehen ist, für den um einen Beitrag der Italienischen Bischofskonferenz angesucht worden ist.

Zwei weitere Projekte im Benin (für zwei Dörfern in der Diözese von Abomey), die heuer anstehen, und für die zurzeit die Finanzierung gesucht wird, sind: der Ausbau eines Aufnahme- und Ausbildungszentrums für Mädchen sowie die Errichtung einer Fotovoltaikanlage für ein Gesundheitszentrum.

 

Von: bba

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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1 Kommentar auf "Krieg in Europa belastet auch Afrika"


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Tina1
Tina1
Superredner
1 Monat 9 Tage

Umgedrahnt isch a gfohrn.

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