Die Skepsis gegenüber Digitalwährungen ist groß

Kryptowährungen bleiben riskant

Sonntag, 04. November 2018 | 10:07 Uhr

Dubiose Anbieter von Bitcoin und Co versuchen, in sozialen Medien zunehmend junge Anleger zu ködern. “Sie locken offenbar gezielt jüngere Verbraucher, zum Beispiel mit einem vielversprechenden Investment rund um die neuen Kryptowährungen”, erläuterte Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen.

Hinter den Angeboten dürften oft verbotene Schneeballsysteme stecken, “oder das investierte Geld ist am Ende einfach weg und der Anbieter nicht mehr erreichbar”. Generell überwiegt bei Internetnutzern laut einer Umfrage von deutschen Verbraucherzentralen aber die Skepsis gegenüber Digitalwährungen, die kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Demnach können sich 77 Prozent der Befragten, die Kryptowährungen kennen, eine Investition nicht vorstellen. 70 Prozent halten das für eher riskant oder sehr riskant. Auch bei seriösen Angeboten sollten sich Anleger angesichts starker Schwankungen über Risiken im Klaren sein, mahnen Verbraucherschützer.

“Anleger müssen wissen: Kryptowährungen als Geldanlage sind grauer Kapitalmarkt”, sagte Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen der Verbraucherzentrale Hessen. “Regulierung und Anlegerschutz gibt es nicht.”

Für etwa jeden Zehnten ist ein Kauf eine Option, weitere elf Prozent sind unentschlossen. Am größten ist die Investitionsbereitschaft bei den 18- bis 29-Jährigen (28 Prozent). Befragt wurden etwa 1.000 Internetnutzer. Gut die Hälfte gab an, Kryptowährungen zu kennen.

Als wichtigstes Argument für einen Erwerb nannten mögliche Käufer die Chance, spekulieren und hohe Gewinne erzielen zu können (26 Prozent). Digitalwährungen hatten in der Vergangenheit in der Tat erst rasante Kursgewinne verzeichnet – heuer ging es allerdings kräftig abwärts. Die Einschätzung, Bitcoin & Co seien das “Geld der Zukunft”, teilten lediglich 17 Prozent der Befragten.

Auch bei Kryptowährungen als Zahlungsmittel überwiegt den Angaben zufolge insgesamt die Skepsis. “Daneben akzeptieren momentan wenige Anbieter Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Ob diese von einer Randerscheinung zu einer echten Zahlungsalternative für Verbraucher werden, ist derzeit noch völlig offen”, sagte Kerstin Schultz, Teamleiterin Marktwächter Finanzen der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die bekannteste Digitalwährung, der Bitcoin, ist seit 2009 im Umlauf. Sie lässt weitgehend anonyme Zahlungen zu, funktioniert unabhängig von Regierungen oder Banken und kommt vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Mittlerweile existieren auch zahlreiche andere Kryptowährungen.

Kryptowährungsbörsen sind auch ein beliebtes Ziel für Hacker. Seit 2009 wurde laut einer Studie der US-Universität Tulsa rund ein Drittel aller Handelsplattformen gehackt. Die Staatsdruckerei-Tochter Youniqx Identities AG hat gemeinsam mit der Grazer Bitcoin-Firma Coinfinity einen physischen Schlüsselspeicher für Blockchain-Systeme entwickelt, der dem Klau von Kryptowährungen vorbeugen soll.

Von: apa

Kommentare

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25 Kommentare auf "Kryptowährungen bleiben riskant"


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longwolf
longwolf
Tratscher
9 Tage 16 h

Fiat, Aktien, Dax, NASDAQ, Bargeld, ist tot, Krypto is comming, außer in Deutschland. Schläft schön weiter. Die Technologie dahinter ist nicht aufzuhalten. Bitcoin, Ripple, Iota, usw.

Aurelius
Aurelius
Superredner
9 Tage 15 h

longwolf
nur Bares ist wahres….Bargeld wird es immer geben und das ist gut so…und das altbewährte Bankkonto nach wie vor gut….Bitcon ist schon steuerrechtlich fragwürdig

susisorglos
susisorglos
Grünschnabel
9 Tage 14 h
Ja es ist sehr komisch wie alle schlafen oder Vorurteile haben. Irgendwie auch zu verstehen wenn man sich nicht auskennt und dann an so dubiose Firmen landet. Es gibt ja nichts einfacheres als sich an einer der vielen Börsen zu verifizieren und sich eben dann dort die gelisteten Coins selbst zu besorgen. Auf jeden Fall ist für das scheitern und das aufhalten der Zug schon abgefahren. Es gibt sehr interessante Coins wo man sogar Zinsen bekommt die man sich bei der Hausbank nur erträumen kann. Aber bitte nur das Kaufen was man lange liegen lassen kann. Dann wird was draus.… Weiterlesen »
longwolf
longwolf
Tratscher
9 Tage 12 h

@Aurelius schauen wir, wie lange dein Drogen und Waffengeld noch existiert. Dann warten wir mal ab, bis dir die Bank gerade noch 50,00 € schmutziges Drogengeld pro Woche aushändigt.

longwolf
longwolf
Tratscher
9 Tage 12 h

@Aurelius bares ist.wahres? Also dann sprichst du von Schwarzgeld.

iundnitdu
iundnitdu
Neuling
9 Tage 12 h

@Aurelius
Dass Bargeld abgeschafft werd isch nit die Froge ob, sonden wenn. Konnsch die lei mol informieren.
Und wie sicher s Geld af en Bankkonto isch, tat i mir a emol noumol Gedanken mochn und mie informieren wenn i du war

genau
genau
Universalgelehrter
9 Tage 12 h

@Aurelius

Wieso ist das “altbewähre” Bankkonto gut aber Bitcoin böse???🙄🙄🙄

m69
m69
Kinig
8 Tage 23 h

Nur so, die Fiat Aktie und danach FCA Aktie hat während es der Marchionne geleitet hat unglaubliche Kursgewinne erzielt während seiner ersten 10 Jahre.
Einige sind dabei reich geworden. 😄😁

Tabernakel
8 Tage 13 h

Der meint Dich:

“Dubiose Anbieter von Bitcoin und Co versuchen, in sozialen Medien
zunehmend junge Anleger zu ködern. “Sie locken offenbar gezielt jüngere
Verbraucher, zum Beispiel mit einem vielversprechenden Investment rund
um die neuen Kryptowährungen”, erläuterte Wolf Brandes von der
Verbraucherzentrale Hessen.”

longwolf
longwolf
Tratscher
9 Tage 14 h

die Minusdrücker hier haben sich wohl verzockt. Wohl nichts von der Technologie kapiert.Hahaha.

werner66
werner66
Superredner
9 Tage 10 h

Ja sicher haben die alle Bitcoins um 19.000.- Dollar / Stück gekauft und warten jetzt sehnsüchtig darauf, ein Vermögen damit zu verdienen.
Die 13.000. Dollar Verlust / Bitcoin, werden bei so viel Optimismus gerne in Kauf genommen.
Diese Illusionen ähneln ganz der Hype um den Neuen Markt Anfang des Jahrtausends, wo sogar die Aktien eines Herstellers von Fischernetzen plötzlich ihren Preis verzehnfachten, nur weil er das Wort NET im Namen hatte…..

m69
m69
Kinig
8 Tage 23 h

Werner 66@

Dumme gibt es immer und überall! 😎

Tabernakel
8 Tage 13 h

Entscheidend ist was hinten raus kommt.

(Helmut Kohl)

Tabernakel
8 Tage 13 h

@m69

Du bist der lebende Beweis.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
9 Tage 12 h

Die Blockchain gibt es seit ca. 10 Jahren, bis jetzt hat sie noch kein Unternehmen sinnvoll eingesetzt.
Das Problem dieser Technologie ist, dass jede Aktion mit der vorherigen verknüpft wird und so enorme Datenmengen entstehen und der Stromverbrauch enorm ist.
Bitcoin ist für professionelle Zocker, man kann viel Geld verdienen, doch ein Zahlungsmittel, wo eine Transaktion tagelang dauern kann, da nur 7 je Sekunde möglich sind, ist ein Unsinn.

longwolf
longwolf
Tratscher
9 Tage 11 h

Eppendorf, schreibst du noch Briefe per Hand. Hahaha..dann schlaf schön weiter. Nichts verstehen, aber Gülle schreiben.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
9 Tage 11 h

@longwolf
Welches Unternehmen setzt die Blockchain ein, erzähl mal…
Eine der meist überschätzten Techniken der letzten 30 Jahre.

Aurelius
Aurelius
Superredner
9 Tage 4 h

@longwolf
Briefe sind wieder in und du sitzt noch im 10 Jahren auf deinen Coins

Gredner
Gredner
Superredner
9 Tage 7 h

Bitcoin ist nie Geld gewesen, und schon gar nicht das Geld der Zukunft. Nirgendwo kann man damit einkaufen – man muss die Coins zuvor in Euro umrechnen oder umtauschen… Bis auf eine handvoll pressetauglichen Aktionen wie “1 Pizza für 1 Bitcoin” hat es keinen sinnvollen Einsatz gegeben.

Bitcoins sind einzig und allein ein riskantes Spekulationsobjekt. Und wegen dem enormen Stromverbrauch auch noch umweltschädlich.

m69
m69
Kinig
8 Tage 23 h

Gredner @

Das sehe ich auch so.
Stromverbrauch ohne Ende!
Für wen? Für ein Paar (Millionen) Zocker?
Das kanns nicht sein.

Tabernakel
8 Tage 13 h

@m69

Glaubst Du Dein sinnfreies posten braucht keinen Strom?

longwolf
longwolf
Tratscher
9 Tage 4 h

Ich meine ja nur, das ein wenig zu verfolgen. Nicht als Zahlungsmittel. Die Technologie ist schon sehr weit. Sogar Banken verwenden sie und die Autoindustrie. Recherchiert mal. Noch ist das kaufen zu schwierig und unsicher wegen Hacks.

m69
m69
Kinig
8 Tage 23 h

So so, das machen schon unserer Banken,
im Sinne von Anlagen verkaufen, auch mit den jüngeren Menschen die ein Konto und “zuviel” flüssiges liegen haben auf dem Konto….
😄
Könnte mich selbst davon überzeugen als ich mal mit meiner gr. Tochter bei der Bank war. Die gute Bankfrau wird das in Zukunft bleiben lassen….. 😄

Tabernakel
8 Tage 13 h

Und Du behauptest Du nagst am Hungertuch…

Tabernakel
8 Tage 13 h
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