„Lebensqualität in unseren Orten sichern und weiterentwickeln“

Land fördert die Nahversorgung: hds zeigt sich erfreut

Mittwoch, 29. April 2015 | 13:03 Uhr

Bozen – Der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol begrüßt den jüngsten Beschluss der Landesregierung, weiterhin die Nahversorgung zu fördern. „Diese Entscheidung ist ein wichtiges Signal und eine klare Botschaft, dass Landesregierung und Landeshauptmann es mit dem Erhalt und vor allem der Weiterentwicklung des Einzelhandels und der Lebensqualität in unseren Orten ernst meinen“, unterstreicht hds-Präsident Walter Amort. Unterstützt werden vom Land zum einen die Eröffnung und zum anderen die Aufrechterhaltung des einzigen Nahversorgungsbetriebes.
 
Erfreulich sei auch der Umstand, dass diese Initiative mit dem hds abgestimmt worden sei und unsere Vorschläge mitberücksichtigt wurden, so Amort. „Garantiert wird die Nahversorgung und das Einkaufen im Ort in vielen Dörfern in erster Linie dank der vielen Familienbetriebe. Diese sorgen nicht nur für die Grundversorgung der Bevölkerung und der Gäste, sondern auch für Lebensqualität und Arbeitsplätze vor Ort“, betont Amort. „Wir sollten uns allerdings nicht auf diese Fördermaßnahme ausruhen. Es gilt weiterhin daran zu arbeiten, die Orte lebendig zu halten, um dadurch die Attraktivität des Standorts Südtirol zu festigen“, betont der hds-Präsident.
 
Für die Neueröffnung kann eine einmalige Förderung bis zu 15.000 Euro gewährt werden, während für die Aufrechterhaltung eine jährliche Förderung bis zu 9.000 Euro vorgesehen sind. Hier kann der Beitrag auf höchstens 11.000 Euro erhöht werden, falls zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden wie z.B. der Verkauf von Zeitungen oder Monopolwaren, ein Lieferservice, ein Internetpoint oder Fotokopierdienst.
 
Als Nahversorgungsbetriebe gelten Unternehmen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 150 Quadratmetern, „die in ländlichen Gebieten Detailhandel mit einer großen Auswahl an frischen und konservierten Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs betreiben“. Die Geschäfte müssen ihre Tätigkeit in Ortschaften ausüben, die mindestens 150 Einwohner haben, die Mindestentfernung zum nächsten Geschäft mit einem angemessenen Lebensmittelangebot muss in der Regel 2,5 Kilometer betragen und der durchschnittliche jährliche Umsatz in den letzten drei Jahren darf 400.000 Euro nicht überschreiten. Die Mindestentfernung kann bei der Förderung der Aufrechterhaltung auf zwei Kilometern reduziert werden, falls die beiden Handelsbetriebe mindestens fünf Kilometer vom nächsten Handelsbetrieb entfernt sind.
 
Die Förderanträge sind innerhalb 31. Mai oder 30. September bei Eröffnung und innerhalb 31. Mai bei Aufrechterhaltung vorzulegen.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen