Austauschtreffen

Landesrätin Stocker empfängt schwäbische Arbeiterwohlfahrt

Donnerstag, 16. Juli 2015 | 11:59 Uhr

Bozen – Eine Delegation der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt hat sich anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Kindererholung in Südtirol bei einem Treffen mit Landesrätin Martha Stocker, dem Direktor der Landesabteilung Soziales Luca Critelli und dem Direktor der Landesabteilung Arbeit Helmuth Sinn über die aktuellen Herausforderungen im Sozialwesen und auf dem Arbeitsmarkt ausgetauscht.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) leistet in Schwaben soziale Arbeit in über 100 professionellen Einrichtungen der Senioren- und Kinderbetreuung, der Familienarbeit und der Betreuung von Menschen mit Behinderungen und Menschen in besonderen Lebenslagen. Über 14 Kreisverbände und 100 Ortsvereine organisiert die AWO Schwaben die ehrenamtliche soziale Arbeit vor Ort. Anlässlich der 50-jährigen Tradition der Kindererholung in Südtirol besucht das Präsidium der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt in diesen Tagen die Stätten ihres Wirkens: Seit der Nachkriegszeit bis heute bietet die AWO Kindern aus belasteten oder wirtschaftlich nicht so gut gestellten Familien unbeschwerte Ferientage. "In der Blütezeit der Kindererholung in Südtirol verbrachten bis zu 3000 Kinder ihre Ferien vor allem im Pustertal", erzählte der Vorsitzende des Präsidiums und des Verwaltungsrats der AWO Schwaben Heinz Münzenrieder. Spinges sei sogar als "Schwabenkinderdorf" bezeichnet worden. "Wir möchten uns anlässlich des Jubiläums auch besonders bei den Südtiroler Bauern bedanken, die uns unter nicht einfachen Umständen mit offenen Armen empfangen und verpflegt haben", unterstrich Münzenrieder. "Gerade in Zeiten, wo es uns nicht so gut ging, wart ihr uns eine große Stütze", dankte Landesrätin Stocker der AWO-Delegation. "Es war für uns von entscheidender Bedeutung, dass ihr Südtirol regelmäßig besucht habt", so Stocker mit der Bitte, dass die Schwaben dem Land weiterhin die Treue halten mögen.

Die Delegation der AWO Schwaben nützte die Gelegenheit des freundschaftlichen Treffens mit Sozial- und Arbeitslandesrätin Stocker und den Abteilungsdirektoren Critelli und Sinn für einen Austausch über das Südtiroler Sozialwesen und den Südtiroler Arbeitsmarkt. Besonders im Hinblick auf die demographische Entwicklung haben das bayerische Schwaben und Südtirol ähnliche Herausforderungen zu meistern. Dabei klang durch, dass sich Südtirol stark an den nördlichen Ländern wie Deutschland und Österreich orientiert, etwa in Bezug auf die Pflegesicherung und das Lehrlingswesen. "Es tut gut, sich gegenseitig zu bereichern, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungsansätze für die Zukunft zu diskutieren", so Stocker.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen