Für Investition in umweltschützende Techniken

Landwirtschaftliche Sprühgeräte: Investition in Nachhaltigkeit

Mittwoch, 22. April 2015 | 11:03 Uhr

Bozen – Bei der Ausbringungstechnik der Pflanzenschutzmittel kann sich Südtirol sehen lassen. "Überall, wo Pflanzenschutzmittel Verwendung finden", unterstreicht Landesrat Arnold Schuler, "muss verstärkt modernste Technik eingesetzt werden".

Mit einem Paket an Maßnahmen wird das weite Feld des Pflanzenschutzes bearbeitet. Mit den am 1. Juli vergangenen Jahres in Kraft getretenen Leitlinien gelten in Südtirol noch höhere Standards als vom Nationalen Aktionsplan vorgegeben. "Wir wollen auch im Bereich Pflanzenschutz zu den Innovativsten gehören", betont Agrarlandesrat Schuler.

4500 Sprühgeräte auf Rädern sind in Südtirol eingetragen, davon sind nach Auskunft des Landesamtes für Landmaschinen rund 1000 bereits nach neuesten technischen Standards ausgerüstet, an die 500 wurden nachgerüstet oder sind dafür vorgemerkt. Die Sprüher, die auf Traktoren oder Raupenschlepper aufgebaut werden, sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Sprühgeräte werden in Südtirol regelmäßig überprüft.

Abdriftmindernde Sprühtechnik ist das Gebot der Stunde. Ein erfolgreicher Ansatz ist das Verwenden von Injektordüsen und von automatisch rückspülenden Filtersystemen. Durch die Injektordüsen werden größere Tropfen produziert, die besser haften bleiben und in geringerem Ausmaß durch Wind verfrachtet werden. Außerdem sind rigorose Abstandsregelungen einzuhalten.

Die Südtiroler Sprühgerätetechnik bewegt sich auf einem hohen technischen Niveau. Fünf Hersteller fertigen in Südtirol Sprühgeräte für den Bereich Obst- und Weinbau an, die auch exportiert werden. Auf Nachfrage werden auch spezielle Anfertigungen auf Maß geliefert. Ein Sprühgerät mit modernster Technik kostet rund 15.000 bis 18.000 Euro, circa 15 bis 18 Millionen Euro wurden also für die neuen Sprüher investiert. "Diese Investition in die Landwirtschaft", betont Landesrat Schuler, "ist eine Investition in eine nachhaltige Zukunft". Der Landwirtschaft muss Raum gegeben werden, damit angemessen gearbeitet werden kann. Aber die Landwirte setzen sich auch dafür ein, dass dem steigenden Bewusstsein der Bevölkerung für eine nachhaltige Bewirtschaftung Rechnung getragen wird.

Von: lpa

Bezirk: Bozen