Lauda bessere kräftig nach

Lauda zahlte offenbar 50 Mio. Euro für Niki

Donnerstag, 25. Januar 2018 | 13:30 Uhr

Niki Lauda soll 50 Mio. Euro für die insolvente Fluglinie Niki bezahlt haben. Diese Zahl nennt der “Kurier” unter Berufung auf den Gläubigerausschuss. Die Summe setzt sich laut “Kurier” aus dem Kaufpreis und einer Anschubfinanzierung für den Neustart zusammen. Lauda habe demnach kräftig nachgebessert.

Über die Details des Kaufs, der nach einem Verhandlungsmarathon in Wien Dienstagfrüh besiegelt wurde, ist Stillschweigen vereinbart worden. Beim hinfällig gewordenen Verkauf von Niki in Deutschland hatte die IAG-Billigtochter Vueling insgesamt 36,5 Mio. Euro geboten, davon wären 20 Mio. Euro als Kaufpreis an die Gläubiger gegangen. Die restlichen 16,5 Mio. Euro hätten als Massekredit den Betrieb bis zum Neustart aufrechterhalten sollen.

Lauda hatte zum Kaufpreis am Dienstag in der ORF-Nachrichtensendung “ZiB2” gesagt: “Die Vueling ist mehr oder weniger bei ihrem Angebot geblieben und da musste man nicht mehr viel drauflegen.” Auch Masseverwalterin Ulla Reisch bestätigte, dass der Preis gestiegen ist: “Erfreulicherweise konnte in einem 13-stündigen Bietverfahren in der Nacht von 22.1.2018 auf 23.1.2018 eine deutliche Ergebnisverbesserung für die Insolvenzgläubiger erreicht werden.”

Inmitten des Buhlens um das Flugpersonal von Niki stellt die Gewerkschaft unterdessen den Abschluss eines Kollektivvertrages bei der Wiener Lufthansa-Billigtochter Eurowings Europe in Aussicht. “Ich bin zuversichtlich, dass wir größere Meilensteine bereits bei unserer nächsten Verhandlungsrunde am 5. Februar erreichen könnten”, erklärte vida-Gewerkschafter Johannes Schwarcz.

“Wenn die Verhandlungen in jenem Tempo wie in den vergangenen Wochen weiterlaufen, gehe ich davon aus, dass die vielen Kolleginnen und Kollegen, die sich von Niki bei Eurowings Europe beworben haben, in ein tarifiertes Unternehmen mit attraktiven Arbeitsbedingungen einsteigen können”, so Schwarcz.

Laut dem Niki-Betriebsrat sind 90 Prozent aller Niki-Piloten in Auswahlverfahren bei anderen Airlines, etwa auch bei Eurowings. Niki Lauda, der Niki aus der Insolvenz heraus übernimmt, ist freilich überzeugt, dass die Mitarbeiter bei ihm bleiben und ab März für Laudamotion fliegen. Die Übernahme des Niki-Kollektivvertrages hatte er am Mittwoch bei einer Mitarbeiterveranstaltung aber nicht zugesichert, er wolle sich den Vertrag zuerst ansehen, wie er sagte.

Von: apa