Alle sechs Bezirke haben Gebiete ausgeweisen

Leadergebiete für ländlichen Raum ausgewählt

Dienstag, 15. September 2015 | 14:03 Uhr

Bozen – So viele wie noch nie: Sechs Leadergebiete hat die Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung genehmigt. "Alle sechs Bezirksgemeinschaften", unterstreicht Agrarlandesrat Schuler, "haben Leadergebiete ausgewiesen; dieser territoriale Ansatz ist also wesentlich breiter angelegt als früher."

Vinschgau, Südtiroler Grenzland, Sarntaler Alpen, Eisacktaler Dolomiten, Wipptal 2020, Pustertal: Dies sind die heute von der Landesregierung gutgeheißenen Leadergebiete bis 2020 (Karte im Anhang). "Die Landesregierung", betont Landesrat Arnold Schuler, "misst der Leader-Idee höchste Bedeutung zu: Zur Unterstützung der regionalen Projekte sind im ländlichen Entwicklungsplan rund 20 Millionen Euro vorgesehen, also mehr als früher."

Leader (Akronym vom französischen "Liaison entre actions de développement de l’économie rurale", Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Das erste Leader-Programm in Südtirol war im Jahr 1991 mit der Ausweisung des Leadergebietes Obervinschgau gestartet. Insgesamt wurden durch das Leader-Programm seit seinem Bestehen bis 2013 rund 50 Millionen Euro für die ländlichen Gegenden Südtirols zur Verfügung gestellt.

"Leader", legt Landesrat Schuler dar, "ist ein wichtiges Programm für ein Land wie Südtirol". Leader wird in lokalen Arbeitsgruppen umgesetzt: In dieser Gruppe planen, entscheiden und handeln regionale Akteure aus Verbänden, Unternehmen, Verwaltungen, aber auch Privatpersonen gemeinsam für ihre Heimat. Die Bezirksgemeinschaften fungieren dabei als zentrale Anlaufstelle. Die Ideen sollen von den Bürgerinnen und Bürgern kommen. Über eine Entwicklung von unten – Bottom-up – entsteht eine breite Bürgerbeteiligung für Prozesse, die offen sind für Menschen und Ideen.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen