Stellungnahme von Magdalena Amhof

Lehrlingspakt: “Mit konkreten Maßnahmen die Lehre aufwerten”

Donnerstag, 30. Juni 2016 | 11:51 Uhr

Bozen – Das Ziel ist noch nicht erreicht, man sei aber auf dem richtigen Weg – so die Schlussfolgerung aus den kürzlich erschienenen „Arbeitsmarkt News“ zum Lehrlingspakt.

SVP-Landtagsabgeordnete Magdalena Amhof nimmt die Veröffentlichung der Daten zum Anlass, um auf zwei Maßnahmen hinzuweisen, die zum einen mehr Qualität in der Berufsbildung hervorbringen und zum anderen das Image der Lehre enorm aufwerten: Der Ausbildungsfonds nach dem Vorarlberger Modell und der berufsbegleitende Umschulungslehrgang an der Landesberufsschule Tschuggmall in Brixen.

„Beides sind Maßnahmen, die den Zielen des Lehrlingspakts entsprechen“, sagt Magdalena Amhof.

"Junge Menschen müssen beim Einstieg in die Arbeitswelt unterstützt werden. Mit der Möglichkeit der dualen Ausbildung kann die Bildungspflicht erfüllt und gleichzeitig einer bezahlten Arbeit nachgegangen werden. Amhof ist überzeugt: Mit der Berufsmatura kann der Weg in die Lehre erleichtert werden. Der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz und einer erfüllenden Tätigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung.“

Amhof zeigt sich deshalb über das Angebot der  Landesberufsschule Tschuggmal sehr erfreut. Diese wird ab nächsten Herbst einen berufsbegleitenden Umschulungslehrgang anbieten. Dadurch sollen Männer, aber vermehrt junge Frauen für technische Berufe gewonnen werden. Denn, eine technische Ausbildung birgt zahlreiche Möglichkeiten in sich. „Technische Berufe sind schon lange keine Männersache mehr. Es gibt viele technikbegeisterte Mädchen. Für sie ist das Angebot der Berufsschule Tschuggmall ideal“, betont Amhof. Und zudem sei ein Arbeitsplatz so gut wie gesichert, denn im Bereich der technischen Berufe sei hierzulande ein akuter Fachkräftemangel zu verzeichnen.

Die Entlastung der Lehrbetriebe und die Wertschätzung ihrer Ausbildungsleistung sind ebenfalls als Ziele im Lehrlingspakt formuliert. Möglichst viele Betriebe sollten dafür gewonnen werden, Lehrlinge zu Fachkräften auszubilden. Hier wäre ein Ausbildungsfonds in Anlehnung an das Vorarlberger Modell ein sicherer Garant.

„Der Fonds sollte zur Gänze aus den Betrieben gespeist sein und rein der Ausbildung dienen. Das meiste Geld ginge dann wieder an die Betriebe zurück, denn wer erfolgreich Lehrlinge ausbildet, wird dafür mit einem Beitrag aus dem Fonds belohnt“, erklärt Amhof das Konzept. Im kürzlich genehmigten Lehrlingsgesetz hatte Amhof die Überprüfung der Möglichkeit eines Ausbildungsfonds in Form eines Beschlussantrages vorgebracht und diesbezüglich Gespräche mit Südtiroler Betrieben, Schulen und betreffenden Vereinigungen und Organisationen gefordert. „Vielleicht lässt sich ja auch in dieser Hinsicht was machen – in Vorarlberg scheint das Modell zu greifen. Dort weiß man schon lange: Wer in Lehrlinge investiert, hat künftig auch gute Fachkräfte.

Von: ©lt