Autozulieferer Leoni hat seit längerem wirtschaftliche Probleme

Leoni will sich 50 Mio. Euro auf Kapitalmarkt beschaffen

Sonntag, 22. Mai 2022 | 16:13 Uhr

Der seit langem in Schwierigkeiten steckende Autozulieferer Leoni sucht gemeinsam mit seinen Gläubigern nach Wegen zur Beschaffung von etwa 50 Mio. Euro. Wie das Nürnberger Unternehmen am Sonntag ad hoc mitteilte, wird die Ausgabe neuer Aktien oder einer Wandelschuldverschreibung geprüft, um die erhoffte Summe zu erlösen.

Die mögliche Eigenkapitalmaßnahme ist laut Leoni Teil “konstruktiver, fortgeschrittener Gespräche zur weiteren Finanzierung des Leoni-Konzerns durch Verlängerung und Anpassung der bestehenden Kreditlinien über das Jahr 2022 hinaus”. Fest vereinbart ist dies demnach aber noch lange nicht: “Es ist auch denkbar, dass letztlich auf eine Eigenkapitalkomponente verzichtet wird.”

Leoni liefert unter anderem Kabelbäume und war durch den Krieg in der Ukraine hart getroffen worden, wo das Unternehmen zwei Werke hat. Im ersten Quartal waren die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro abgerutscht.

Leoni kämpft seit Jahren und hatte erst vor einem Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gemeldet. Die anhaltenden Lieferengpässe, der steile Anstieg der Energiekosten und der Krieg machen dem Unternehmen nun erneut zu schaffen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Leoni will sich 50 Mio. Euro auf Kapitalmarkt beschaffen"


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raunzer
raunzer
Superredner
1 Monat 3 Tage

Das ist erst der Anfang einer beispiellosen Pleitewelle.

Gredner
Gredner
Kinig
1 Monat 3 Tage

Ich habe auch gelegentliche Probleme(n) mit der Grammatik…

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