Produktionshalle in Heinfels eröffnet

Loacker investiert 70 Millionen Euro in Osttirol

Samstag, 25. Juni 2016 | 11:25 Uhr

Heinfels – Der Südtiroler Waffelhersteller Loacker hat am Samstag seine neue Produktionshalle in Heinfels eröffnet. Insgesamt wurden 70 Mio. Euro in den Osttiroler Standort investiert, hieß es. Das Familienunternehmen verzeichnete 2015 einen Umsatz in Höhe von 313,71 Mio. Euro (2014: 275,8 Mio. Euro) und produzierte an den Standorten Unterinn (Südtirol) und Heinfels über 35.000 Tonnen Waffeln und Schokolade.

Die neue Halle besteht aus einem dreistöckigen, L-förmigen Produktionsgebäude mit einer bebauten Fläche von 16.000 Quadratmetern und 36.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit. Bis Ende des Jahres sollen dort 70 neue Arbeitsplätze entstehen, womit die Mitarbeiteranzahl am Osttiroler Standort deutlich über 300 steigen werde, hieß es.

Im April ist die Produktion gestartet. Mit derzeit zwei Öfen werden die Loacker-Produkte "Quadratini" und "Gardena" im Einschichtbetrieb hergestellt. Bis September sei die Erweiterung auf einen Dreischichtbetrieb geplant. Kommendes Jahr sollen zwei zusätzliche Öfen in Betrieb gehen, womit die aktuell mögliche Jahresproduktion von 6.000 Tonnen nahezu verdoppelt werden soll. Für 2017 seien abermals Investitionen von über 25 Mio. Euro vorgesehen.

Loacker liefert seine Waffeln nach eigenen Angaben in über 100 Länder auf fünf Kontinenten. Derzeit seien über 820 Mitarbeiter innerhalb der Loacker Gruppe beschäftigt. Der Umsatz am Standort Heinfels sei 2015 von 53,15 Mio. Euro im Jahr zuvor auf 64,2 Mio. Euro gesteigert worden, so das Unternehmen.

Loacker befindet sich im Eigentum der Familie Loacker/Zuenelli und wird mittlerweile von der dritten Generation geführt. Das Familienunternehmen wurde vor 90 Jahren als kleine Konditorei in der Bozner Altstadt von Alfons Loacker gegründet. Neben dem Hauptabsatzmarkt Italien würden insbesondere die Exporte in den Mittleren Osten (Saudi-Arabien, Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel) sowie von Südkorea bis Australien stetig zunehmen, hieß es. Der Exportanteil des Unternehmens liege bei 73 Prozent.

Von: apa