Mannerschnitten schmecken überall gleich

Manner: Keine Doppel-Qualitätsstandards

Donnerstag, 20. Juli 2017 | 13:40 Uhr

Der börsennotierte Wiener Süßwarenhersteller Manner weist Anschuldigungen zurück, er würde in Ungarn, Tschechien, Slowakei und Polen Produkte schlechterer Qualität verkaufen. “Die Rezeptur der im In- und Ausland beliebten Mannerschnitte ist unabhängig vom Zielmarkt, Land oder Kunden einheitlich”, betonte der Nahrungsmittelfabrikant am Donnerstag in einer Presseaussendung.

“Mit einer Exportquote von etwa 60 Prozent und hohen Qualitätsansprüchen führen diese Anschuldigungen der ‘doppelten Qualitätsstandards’ zu einem falschen Eindruck unseres Unternehmens in den Ländern und schaden unserem Ansehen”, so Manner-Pressesprecherin Karin Steinhart. Man habe eine Erklärung an die Ministerien in der Slowakei und Ungarn geschickt und Vertreter nach Wien eingeladen, “damit sie sich vor Ort von der einheitlichen Rezeptur vergewissern können”.

Die vier Visegrad-Staaten Ungarn, Tschechien, Slowakei und Polen (V-4) wollen sich wie berichtet wegen angeblich diskriminierender Praktiken internationaler Lebensmittelkonzerne an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wenden. Die V-4 sind der Ansicht, dass in den weniger wohlhabenden Ländern Mittel- und Osteuropas unter denselben Marken- und Produktnamen Waren schlechterer Qualität verkaufen werden. Das gelte beispielsweise für Mannerschnitten, Red-Bull-Getränke oder Iglo-Fischstäbchen.

Den in einigen Ländern erkannten Geschmacksunterschied dürfte laut Manner mit natürlichen und technologischen Schwankungen und üblichen Produktionstoleranzen zusammenhängen. Manner etwa verarbeite natürliche Rohstoffe wie Kakao und Haselnüsse, die je nach Ernte und Herkunftsland Unterschiede aufweisen könnten. Auch der Backprozess, Transport- und Lagerbedingungen hätten einen Einfluss auf den Geschmack. “Die sich daraus ergebenden Geschmacksunterschiede zwischen unterschiedlichen Produktions-Chargen entsprechen den üblichen Toleranzen werden im Manner-Qualitätsmanagementsystem nicht als Abweichung bewertet”, betont das Unternehmen.

Von: apa