Karstadt-Logo verschwindet aus deutschen Städten

Marken Karstadt und Kaufhof machen Platz für Galeria

Freitag, 20. August 2021 | 13:56 Uhr

Die Traditionsmarken Karstadt und Kaufhof werden in den nächsten Jahren Schritt für Schritt aus den deutschen Innenstädten verschwinden. Denn Deutschlands größte Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) des österreichischen Investors Rene Benko will künftig mit einem neuen Logo unter dem Namen Galeria um Kunden werben.

“Bei der Eröffnung der Showcase-Filialen am 27.10. wird das Logo erstmals offiziell zum Einsatz kommen. Wir werden danach schrittweise Häuser in ganz Deutschland umbauen und im Zuge dessen auch mit dem neuen Logo ausstatten”, kündigte Konzernchef Miguel Müllenbach am Freitag in einem Mitarbeiterbrief an.

Das neue Logo, ein kleines “g” umgeben von drei Halbkreisen und dazu der Schriftzug Galeria in Großbuchstaben, soll allerdings erst nach und nach im Zuge von Umbauten und Renovierungen die vertrauten Namen Kaufhof und Karstadt ersetzen, die derzeit noch an den Warenhäusern prangen. Karstadt und Kaufhof seien jetzt ein Unternehmen, schrieb Müllenbach. “Und das wollen wir mit dem neuen Logo auch zeigen. Und wir wollen auch unsere Neuausrichtung als Galeria 2.0 selbstbewusst sichtbar machen”, betonte der Konzernchef.

Der Warenhausriese plant nach den Herausforderungen durch die Coronapandemie einen strategischen Neustart. Rund 600 Millionen Euro will der Konzern in den nächsten drei bis vier Jahren für den Umbau ausgeben, allein 400 Millionen Euro für die Modernisierung der 131 Warenhäuser. Immerhin 50 bis 60 Häuser sollen mit dem Geld komplett umgebaut werden, der Rest zumindest teilweise, wie Müllenbach bereits vor einigen Wochen in einem Interview angekündigt hatte.

Künftig will der Handelsriese seine Häuser in drei unterschiedliche Kategorien einteilen: Weltstadthaus, regionaler Magnet und lokales Forum. Als Pilotfilialen sollen die Warenhäuser in Frankfurt, Kassel und Kleve dienen. “Bei regionalen Magneten wie beispielsweise Kassel geht es darum, das Angebot mit Services, Waren und Erlebnis anzureichern, die genau dort nachgefragt werden”, erklärte Müllenbach. “Wir wollen das vernetzte Herz der Innenstadt werden – und zwar mit Konzepten, die ganz genau auf den lokalen Standort abgestimmt sind.”

Von: APA/dpa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Marken Karstadt und Kaufhof machen Platz für Galeria"


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Kinig
1 Monat 7 Tage

Karstadt, Kaufhof, Galerie Karstadt oder jetzt nur noch Galerie. Namen sind Schall und Rauch. Was zählt, ist das Warenangebot und vorallem die Preise !!! Und da habe ich große Zweifel und Befürchtungen, dass alles zu Lasten des Personals geht. Denn Herr Benko ist bisher nicht als “Samariter” bekannt. Bietet er den Onlinehandel-Riesen preislich die Stirn, muss ja an anderer Stelle “eingespart” werden. Glaube kaum, dass das von seinem persönlichen “Verdienst” abgeht…….

Zugspitze947
1 Monat 6 Tage

Offline: das wird wohl so sein ! Allerdings muss man ja froh sein dass ER diese Kette überhaupt übernommen hat und versucht zu Retten was zu retten ist. Wenn er sich nicht finanzielle mit seinem Riedenkonzern übernimmt könnte es klappen 👌Ich wünsche es Ihm damit möglichst Viele Arbeitsplätze erhalten bleiben,denn Karstadt war mal eine erstklassige Adresse ,allerdings nur über den >Preis geht es leider auch nicht 👌😢😜

Buecherwurm
Buecherwurm
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage
Herr Benko ist kein Geschäftsanierer, sondern ein Immobilienfritze. Der muss nicht dem Onlinehandel preislich die Stirn bieten, sondern den Laden mal aufräumen. Demnächst kommen Winterklamotten ins Angebot und da wird wie folgt disponiert: 1 X “S”, 1 X “M”, 2 X “L”, 2 X “XL” und 4 X “XXL”. Das “S” ist am ersten Tag weg, Das “M” am zweiten Tag, nach 1 Woche das erste “L”. Am Ende der Saison sind noch alle 4 “XXL” da und ein “XL”. Man hat von 10 Stck also nur 5 verkaufen können, weil man die falschen Grössen wie immer bestellt hat. Wenn… Weiterlesen »
Zugspitze947
1 Monat 3 Tage

@Buecherwurm Er ist ganz sicher KEIN Immobilienfritze,denn er besitzt Immobilien im Wert von mindestens 5 MilliARDEN Also versteht er was davon ! 👌😊👌

Buecherwurm
Buecherwurm
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage
KARSTADT war und ist das Haus der “gepflegten” Preise ! Alles, was es nebenan auch zu kaufen gibt und gab (selber Artikel, selber Hersteller) ist dort preiswerter, von 20 % bis 100 %. Nachdem in den Nullerjahren das Geld knapp wurde und DIE Deutschen nicht mehr Ihrem Hobby: “teuer einkaufen” fröhnen konnten, ging es mit KARSTADT bergab. Neben dem, dass KARSTADT schlecht sortiert war und ist, ich kann mich da nicht einkleiden, Hemden mit extra langem Arm, Jeans W 31″ X L 34″ gibt es nicht, Unterhosen “S” gibt es nicht etc. pp. Ich bin Deutscher, wohne seit 28 Jahren… Weiterlesen »
Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Wir kauften dort gezielt Produkte von Calida, Falke, Woolford etc. Wenn es die nach dem “Neustart” dort nicht mehr gibt, war´s das mit unserem jährlichen Powershopping.
Dann örtliche Fachgeschäfte. Und wenn´s die nicht gibt, leider Internet.

pingoballino1955
1 Monat 6 Tage

Alles verkleinern und Flächen verkaufen???? BENKO????

Sag mal
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Kinig
1 Monat 6 Tage

Schade.

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