Die Stahlbranche leidet unter massiven Überkapazitäten

Megafusion in Chinas Stahlindustrie

Dienstag, 20. September 2016 | 12:31 Uhr

In China haben zwei große Stahlkonzerne ihre Fusion zum zweitgrößten Hersteller der Welt nach ArcelorMittal angekündigt. Die Baosteel-Gruppe wird neue Aktien an die Anteilseigner der Wuhan Iron and Steel ausgeben und den Konzern so schlucken. Das teilten die beiden staatlichen Unternehmen am Dienstag mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Baosteel und Wuhan Iron sind derzeit auf den Plätzen fünf und elf der weltgrößten Stahlhersteller. Zusammen erreichte ihre Kapazität 60,7 Millionen Tonnen Stahl im vergangenen Jahr, wie Zahlen des Weltstahlverbandes zeigen. In China wird ungefähr die Hälfte des weltweiten Stahls hergestellt. Die Überkapazitäten im Land werden auf mehrere hundert Millionen Tonnen geschätzt. Der billige Stahl hält die Weltmarktpreise niedrig und lässt auch europäische und US-Stahlproduzenten leiden.

China hat auf Druck seiner Handelspartner versprochen, seine Kapazitäten bis 2020 um 100 bis 150 Millionen Tonnen zu senken – bei einer Gesamtkapazität von derzeit 1,2 Milliarden Tonnen.

Von: APA/ag.

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