Gegenwind für Bank Austria

Mehrere Dutzend Mitarbeiter klagen Bank Austria

Freitag, 01. Juni 2018 | 15:55 Uhr

Mehrere Dutzend Mitarbeiter der Bank Austria bekämpfen vor dem Arbeits- und Sozialgericht die Übertragung ins staatliche Sozialversicherungssystem (ASVG). Laut “Standard” sind in den letzten zwei Monaten dort 50 Klagen gegen die österreichische UniCredit-Tochterbank eingelangt, weitere 10 bis 15 sollen noch folgen.

Die Bank hat vor zwei Jahren rund 3.300 Mitarbeiter aus der hauseigenen Pensionsversicherung in das staatliche ASVG-System übergeführt. Die Kläger, de facto unkündbare Beschäftigte der Bank mit Anspruch auf eine Bankpension, wehren sich gegen die damalige Übertragung. Auf diese Weise wurden sie etwa vom Krankenversicherer KfA (Krankenfürsorgeanstalt für öffentliche Bedienstete der Stadt Wien) zur Wiener Gebietskrankenkasse übersiedelt. Statt einer aus der Bank gespeisten Bankpension bekommen sie nun eine (geringere) ASVG-Pension. Als Kompensation bekamen die Banker Ausgleichszahlungen.

Die Auslagerungen wollen die von der Wiener Kanzlei Gerlach vertretenen Kläger nun gerichtlich rückgängig machen lassen oder – sollte ihnen das nicht gelingen – mit mehr Geld abgegolten wissen. Eines ihrer Argumente: Die Bank hätte die Zustimmung von jedem einzelnen Betroffenen einholen müssen.

In vier der Bank-Austria-Causen hat es dem “Standard”-Bericht zufolge schon erste Verhandlungen gegeben, im September werden die nächsten folgen. Geplant sei, einige Musterverfahren zu führen. Dass die Bank in Richtung Vergleich einlenkt, sei eher nicht zu erwarten, so das Blatt.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz