Grüne organisieren Gesprächsrunde

Meran: Eine seniorengerechte Stadt?

Donnerstag, 30. April 2015 | 12:36 Uhr

Meran – Wie kann ich so lange wie möglich in meinen vier Wänden leben? Welche Dienstleistungen sind verfügbar? Bekomme ich sicher einen Pflegeplatz, wenn ich ihn brauche? Diese und viele andere Fragen wurden auf einer gut besuchten Gesprächsrunde besprochen, die von der Liste Rösch/Grüne organisiert wurde. Als Referenten teilgenommen haben Frau Dr. Ingrid Ruffini, Ärztin der Geriatrie, Herr Dr. Heinrich Tischler, Ex-Primar der Rehabilitation und die beiden GemeinderätInnen Cristina Kury und Gabriella Job.

Paul Rösch ging in seiner Einleitung auf die Wichtigkeit ein, Meran zu einer seniorengerechten Stadt zu machen, in der man ohne Ängste und in Würde alt werden kann. Frau Dr. Ruffini und Dr. Tischler, beide Experten und vor allem profunde Kenner der Bedürfnisse von Senioren und ihrer Angehörigen erläuterten die wichtigsten Schritte, die getan werden müssen und verwiesen auf positive Beispiel in anderen Gemeinden. Cristina Kury und Gabriella Job, beide aktive Gemeinderätinnen, berichteten von ihren Zielen im Gemeinderat und von der Wichtigkeit, die Senioren kontinuierlich in Entscheidungen, die sie betreffen, einzubeziehen.

Die wichtigsten Ziele für eine innovative Politik für Senioren, die im Laufe der Gesprächsrunde geäußert wurden und für die sich die Liste Rösch/Grüne einsetzen will, kann folgendermaßen kurz zusammengefasst werden: „Die Bedürfnisse der Senioren sind in der gesamten Stadtplanung mit zu berücksichtigen, so zum Beispiel: sichere Gehwege, die auch mit Rollator oder Rollstuhl zu benützen sind, ein öffentliches Verkehrsnetz mit seniorenfreundlichen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten, das alle Stadtteile mit der Innenstadt verbindet, Treffpunkte  in den verschiedenen Stadtteilen (Sinich, Untermais, Obermais).“

Die Senioren sollten laut den Grünen auch so lange wie möglich in ihren vier Wänden leben können. Es brauche eine effiziente Beratungs- und Informationsstelle; weiters brauche es aktive Hilfe, um die Wohnung seniorengerecht zu gestalten, gesicherte, qualitativ hochwertige Dienstleistungen, die auch im Paket zu erhalten sind.

„Wenn das Leben in der eigenen Wohnung zu beschwerlich ist, soll eine genügende Anzahl an  geschützten Altenwohnungen zur Verfügung stehen: Sie sichern eine Betreuung im Bedarfsfall und ermöglichen gleichzeitig autonomes Wohnen mit Privatsphäre. Bewährt hat sich dabei die Kombination von Seniorenwohnungen mit einer Tagesstätte“, so die Grünen.

„Für jene Menschen, die kontinuierlich intensive Pflege brauchen (und nur für diese!) muss zeitgerecht ein Pflegeplatz in einem Heim in ihrer Heimatstadt gesichert sein. Dabei ist neben einer guten medizinischen Versorgung auch auf eine ansprechende Atmosphäre zu achten. In den Nach¬bargemeinden gibt es gute Beispiele dafür. Der Zugang zu den Pflegeheimen muss nach objektiven Kriterien geregelt sein: Wer die Hilfe am nötigsten braucht, hat das Vorrecht“, sind die Grünen überzeugt.

Außerdem schlagen sie vor, dass neue Wege für neue Wohnformen im Alter erproben werden sollten. „Der Komplex Zarenbrunn wäre für ein landesweites Pilotprojekt dazu geeignet“, so die Grünen in Meran.

Von: ©mk

Bezirk: Burggrafenamt