Derzeit gibt es nichts zu verkünden

Merkel und Macron präsentieren Pläne für Eurozone später

Samstag, 10. März 2018 | 08:34 Uhr

Anders als geplant werden die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim EU-Gipfel in zwei Wochen keine gemeinsamen Vorschläge für eine Reform der Eurozone vorlegen. “Die Sache ist abgesagt”, zitiert das deutsche Nachrichtenmagazin “Spiegel” in seiner neuesten Ausgabe einen EU-Beamten. “Es gibt schlicht nichts zu verkünden.”

Als Grund für die Absage hätten die deutschen Vertreter angeführt, dass die Beamten der deutschen Regierung während der Koalitionsverhandlungen keine Zeit gehabt hätten, sich mit der Zukunft der Eurozone zu befassen, berichtet der “Spiegel” weiter. Ein Regierungssprecher sagte dem Magazin, die Arbeit an den Reformplänen würde nach Bildung der neuen Regierung “in enger Partnerschaft mit Frankreich intensiviert”.

Merkel und Macron hatten im Dezember in Aussicht gestellt, im März gemeinsame Pläne für eine Reform der Eurozone vorzustellen. Insbesondere der französische Präsident will die Währungsunion umfassend reformieren. Er wirbt unter anderem für einen eigenen Haushalt für die Eurozone und für einen Eurozonen-Finanzminister. In Berlin stoßen diese Pläne auf Skepsis.

Von: APA/ag.