19 Südtiroler Teilnehmer in der Vorbereitungsphase

Mit Ausdauer, Präzision und Konzentration zu den WorldSkills in São Paulo

Freitag, 10. Juli 2015 | 12:30 Uhr

Bozen – An der Technik feilen und Weltklasse-Niveau erreichen: In den letzten Wochen vor den Berufsweltmeisterschaften in Brasilien laufen die Vorbereitungen der 19 Südtiroler Teilnehmer auf Hochtouren. Einige von ihnen messen sich bereits jetzt in den Trainings mit Konkurrenten aus aller Herren Länder.

Bereits seit Monaten stehen das Training und die Vorbereitung für die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills São Paulo 2015“ für 19 junge Nachwuchshandwerker an der Tagesordnung. In wenigen Wochen ist es nämlich soweit: Für die talentierten Jugendlichen, die sich im vergangenen Jahr bei den Landesmeisterschaften qualifiziert haben, heißt es ab nach Brasilien zu den Berufsweltmeisterschaften. Vom 11. bis 16. August werden sie im brasilianischen São Paulo ihr Bestes geben und sich mit über 1.200 anderen Teilnehmern aus aller Welt messen.

Mittlerweile ist die letzte heiße Vorbereitungsphase voll angelaufen. Neben Trainingseinheiten in den Lehrbetrieben und mit den jeweiligen Experten, die den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen, hatte ein Großteil der Teilnehmer in den vergangenen Wochen bereits die Möglichkeit, sich in und auch außerhalb Südtirols mit anderen Kandidaten auf die Wettkämpfe vorzubereiten und sich mit ihnen zu messen. Die Simulation des Wettkampfs unter Zeitdruck und in englischer Sprache zeigt den Jugendlichen kurz vor Beginn der Weltmeisterschaften, wie weit sie in ihrer Vorbereitung sind und wie sie ihre Schwächen beheben und ihre Stärken nochmals weiter ausbauen können.

„Von dieser Trainingsform können alle Beteiligten nur profitieren“, betont Gert Lanz, Präsident des Wirtschaftsverbandes für Handwerk und Dienstleister (lvh) und offizieller Delegierter von WorldSkills Italy. „Die Simulation der anspruchsvollen und anstrengenden Wettbewerbssituation im Vorfeld ist für die Kandidaten wichtig, damit sie lernen, auch in Stresssituationen konzentriert zu arbeiten und ihr Können unter Beweis zu stellen.“

Mehrere Tage trainierte beispielsweise Gabriel Wellenzohn, Steinmetz und WorldSkills-Kandidat aus Prad, neben seinem Schweizer Konkurrenten in Laas. „Ein solches Training zeigt, wo wir kurz vor dem Wettkampf stehen und worauf wir uns in der Endphase noch konzentrieren müssen“, erklärt Wellenzohn.

Auch Florian Hochgruber aus Rodeneck hat bereits ein etwas anderes Training hinter sich: Er hat mit den Maurer-Kandidaten aus Lichtenstein und der Schweiz am Berufsbildungszentrum in Bruneck und in der Schweiz an seinem Können gefeilt.

Marion Huber, Sozialbetreuerin aus Vintl, hatte hingegen die Gelegenheit, sich mit ihrer Konkurrenz aus der Schweiz auseinanderzusetzen und sich dabei das nötige Know-how für den Wettkampf anzueignen.

Die Mediendesignerin aus Aldein, Franziska Matzneller, war kürzlich in Begleitung ihres Experten in Lichtenstein und in Hannover, um sich bei einem Vergleichstraining den letzte Schliff zu holen. In wenigen Tagen wird sie ihre Konkurrenten noch in Bozen begrüßen, bevor sie ihnen bei den WorldSkills in São Paulo gegenüberstehen wird.

Ein Kennenlerngespräch und einen Informationsaustausch mit den Kandidaten aus Österreich und der Schweiz in Innsbruck soll Matthias Sellemond, Bäcker aus Feldthurns, helfen, sich in den letzten Tagen nochmals optimal auf die Wettkämpfe vorzubereiten.

Matthias Messner, Sanitärinstallateur aus Pfitsch, konnte vor Kurzem mit seinem Konkurrenten aus Taiwan fünf Tage lang die Wettkampfsituation simulieren.

Auch wenn die 19 Südtiroler Teilnehmer sich auf die unterschiedlichste Art und Weise auf die Wettkämpfe vorbereiten, haben all ihre Trainings doch eines gemeinsam: Mit höchster Konzentration und äußerster Präzision wollen sie ihrer Technik den letzten Feinschliff verpassen und bis zum Umfallen trainieren. Das Ziel ist für alle Südtiroler WordSkills-Teilnehmer dasselbe: Bei den Berufsweltmeisterschaften vom 11. bis 16. August in São Paulo  wollen sie ihr Bestes geben und mit einer Medaille im Koffer die Heimreise wieder antreten.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen