Für Bayer ist der Fall höchstbrisant

Monsanto muss in Glyphosat-Prozess 81 Mio. Dollar zahlen

Donnerstag, 28. März 2019 | 09:05 Uhr

Das zum deutschen Bayer-Konzern gehörende US-Unternehmen Monsanto muss fast 81 Millionen Dollar (knapp 72 Millionen Euro) an den an Krebs erkrankten US-Bürger Edwin Hardeman zahlen. Monsanto habe nicht genügend vor den Risiken des Einsatzes des glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels Roundup gewarnt, befand ein Geschworenengericht in Kalifornien am Mittwoch.

Der 70-jährige Rentner hatte das Herbizid über viele Jahre hinweg eingesetzt. Bereits im August hatte eine Jury in San Francisco das Unternehmen zur Zahlung von Schadenersatz an den ebenfalls an Krebs erkrankten früheren Schulhausmeister Dewayne Johnson verurteilt.

Bayer erklärte am Mittwoch in einer ersten Stellungnahme, es sei “über das Urteil der Jury enttäuscht” und kündigte an, Rechtsmittel einzulegen. Das Unternehmen bekräftigte seine Ansicht, wonach das Herbizid nicht krebserregend ist.

In der Forschung ist die Frage, ob die in Roundup enthaltene Chemikalie Glyphosat eine krebsauslösende Wirkung hat, umstritten. Die US-Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland gelangten zu dem Schluss, dass von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgeht. Dagegen konstatierte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) vor drei Jahren, dass Glyphosat “wahrscheinlich krebserregend bei Menschen” sei.

Von: APA/dpa/ag

Kommentare

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9 Kommentare auf "Monsanto muss in Glyphosat-Prozess 81 Mio. Dollar zahlen"


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MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
25 Tage 7 h

Herr Schuler lesen sie das mal,dass sie am laufenden bleiben!!!!

Puntica
Puntica
Grünschnabel
25 Tage 6 h

wer so einen Dreck produziert, soll zahlen bis er schwarz wird!

LaLuna
LaLuna
Grünschnabel
25 Tage 6 h

Neulich meinte ein Bauer, man könnte sogar einen halben Liter Glyphosat pur trinken ohne einen Schaden davonzutragen. Na dann, Prost!

Edith
Edith
Grünschnabel
25 Tage 4 h
@ LaLuna Es ist doch längst schon erwiesen, dass die Landwirtschaft in dieser exzessiven Form einer der grössten umweltbelastenden Faktoren ist. Da können öffentliche Beschwichtigungsversuche noch so oft verbreitet werden, die Tatsachen ändern sich dadurch nicht. Das können Laborratten, wie ich, mit ruhigem Gewissen behaupten. Fakt ist, dass es kaum wirklich unabhängige Chemielabore gibt, die für reale Statistiken sorgen können, da die meisten Einrichtungen auf die Fördergelder der Chemiekonzerne und deren Lobby angewiesen sind, und damit nicht in das Teller spucken, aus dem sie essen. Demzufolge sind sämtliche öffentliche Statistiken im Zusammenhang mit Umweltgiften alles andere als glaubhaft. Das kann… Weiterlesen »
Edith
Edith
Grünschnabel
25 Tage 4 h

@ LaLuna
Vor Jahren gab es mal einen Vorfall in der Gegend bei der Töll, wo jemand seinen Glyphosatvorrat in den Bach entsorgt hatte, mit der Folge, dass man massives Fischsterben festgestellt hatte. Also ich würde sowas ganz sicher nicht freiwillig trinken.

dom99
dom99
Grünschnabel
25 Tage 6 h

Aber Gift produzieren dürfen sie immer noch. 

Außerdem ist komisch dass der Herr Schuler noch kein präventives Interview gegeben hat, dass das alles gar nicht stimmt und die wollen nur den Tourismus und unsere Landwirtschaft schaden…

oli.
oli.
Universalgelehrter
25 Tage 6 h

Wie kann ein Weltkonzern nur so eine amerikanische Firma kaufen , was damals schon in Verdacht war und einige Klagen hatte .
Da kauft jemand für 93 Milliarden eine Firma , zig Anzeigen von Geschädigten Menschen hat und noch viele kommen werden . Anstatt etwas mehr in die Forschung zu stecken etwas eigenes und evtl. biologisch zu Erfinden .
Diese Übernahme mit allen Ihre Klagen , bricht der Firma Bayer das Genick und der Staat / Steuerzahler muss wieder aufkommen wie damals bei den Banken .
Als es den Banken wieder gut ging , kam kein Geld mehr zurück.

Gredner
Gredner
Superredner
25 Tage 6 h

Man wusste, was auf Monsanto zukommt. Die Amis verkaufen einen Weltkonzern nicht ohne Grund. Ich frage mich, warum Bayer so einfältig war diesen zu kaufen.

Iris
Iris
Tratscher
25 Tage 6 h

Der Amerikaner hat schon gewusst wiso er diese Firma loswerden will….😂😂 

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