"Fit für die Zukunft"

Mussner bei Seilbahnunternehmervollversammlung

Donnerstag, 11. Juni 2015 | 13:12 Uhr

Bozen – Um Investitions- und Kostendruck, den Nachwuchs und die Lage der kleinen Skigebiete ging es am 11. Juni bei der Vollversammlung des Verbandes der Südtiroler Seilbahnunternehmer in Bozen. Die Seilbahnunternehmer würden mit ihren positiven Einstellungen und Visionen und deren Umsetzung beitragen, Südtirol zukunftsfit zu machen, so Landesrat Florian Mussner.

„Die Aufstiegsanlagen sind die traditionsreichsten, innovativsten und umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittel, die wir haben", unterstrich Mobilitätslandesrat Mussner bei der Vollversammlung des Verbandes der Südtiroler Seilbahnunternehmer. Die Unternehmen seien Ausdruck von Realismus und Optimismus und hätten in den vergangenen Jahren stets fleißig gearbeitet, wie Daten beweisen, so der Landesrat, der die Unternehmer für ihr Engagement lobte.

Derzeit gibt es in Südtirol laut Daten des Landesamts für Seilbahnen 371 Seilbahnanlagen, die pro Jahr 128,5 Millionen Fahrgäste befördern und einen Jahresumsatz von 280,5 Millionen Jahresumsatz einfahren.

Unsere Aufstiegsanlagen sind nicht nur wichtige Grundpfeiler im Wirtschaftsgefüge und ein zentraler Faktor für die Wertschöpfung Südtirols, sondern auch ein Stück Kultur, betonte Mussner.

In den vergangen Jahren sei es gemeinsam immer mehr gelungen, auch in punkto Landschaft das Gleichgewicht zwischen den Ansprüchen von Natur und Wirtschaft zu halten, sagte der Landesrat.

Der Präsident des Verbandes der Südtiroler Seilbahnunternehmer Siegfried Pichler lobte die neuen Kriterien für günstige Darlehen über den Rotationsfonds, die die Landesregierung kürzlich erlassen hat. „Für Seilbahnunternehmen gibt es somit die Möglichkeit für den Bau von Anlagen oder den Kauf von Pistengeräten eine begünstigte Finanzierungsmöglichkeit zu bekommen", erklärte Mussner. Auch die Dorflifte, die für das soziale Gefüge der kleinen Orte und zum Erlernen der Wintersportarten wichtig seine, werde das Land künftig weiter unterstützen, so der Landesrat.

Ebenso wie Präsident Pichler betonte auch Landsrat Mussner, wie wichtig es sei Kinder und Jugendliche durch geeignete Angebote für den Wintersport zu begeistern und die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Tirol und Trentino weiter auszubauen und zu pflegen. „Gemeinsam und mit der stets positiven Einstellung der Seilbahnunternehmer werden wir die Herausforderungen wie Klimaveränderung, hohe Energiekosten, Steuerlasten und bürokratische Bestimmungen meistern", betonte Mussner.

Über die künftige Klimaentwicklung in Tirol und über die Möglichkeit, Skigebiete ganzjährig zu nutzen referierten Professor Karl Gabl und Ingo P. Valtingoier.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen