Generalversammlung des Südtiroler Wirtschaftsringes abgehalten

Mut zur Zukunft bedeutet Mut zur Qualität

Mittwoch, 10. Juni 2015 | 13:54 Uhr

Missian – „Mut – Zukunft – Qualität lauten die drei Schlagworte meines diesjährigen Beitrags. Drei Worte, die die letzten Jahre stark geprägt haben, die aber vor allem die nächsten Jahre prägen werden. Auf allen Ebenen“, mit diesen Worten eröffnete SWR-Präsident Philipp Moser die diesjährige Generalversammlung des Südtiroler Wirtschaftsringes, die gestern Abend im Schloss Hotel Korb in Missian/Eppan stattgefunden hat. Moser ging in seinem Beitrag auf die zukünftigen Anforderungen an Unternehmen, an die Politik und an die Gesellschaft ein.
 
Moser rief die Unternehmerinnen und Unternehmer auf, sich nicht vor Neuerungen zu verschließen und auch weiterhin in ihren jeweiligen Bereichen eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Als Beispiel nannte er die Digitalisierung, die sowohl im gesellschaftlichen Kontext als auch im unternehmerischen Alltag nicht mehr wegzudenken sei und bei richtiger Nutzung große Chancen biete: Flexibilität in der Arbeitsplatzgestaltung, IT-unterstützte Arbeitsprozesse, dynamische Arbeitsmodelle und Zeit- und Kostenersparnis. Gleichzeitig brauche es jedoch sinnvolle Regelungen und Übergangslösungen bei der Einführung neuer Methoden im digitalen Bereich wie beispielsweise beim Split Payment oder bei der digitalen Rechnungslegung. „Ich kritisiere die Art und Weise, wie diese eingeführt worden sind, von der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen bin ich überzeugt“, so der Präsident.

„Mut zur Qualität brauchen wir bei auch bei unseren Produkten und Dienstleistungen, denn nur dadurch haben Südtirols Unternehmen eine Chance, sich am Markt zu behaupten“, brachte es Moser auf den Punkt. Dieser Qualitätsgedanke müsse jedoch auch von den politischen Vertretern unterstützt werden, indem die Qualität als Zuschlagskriterium bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen stärker berücksichtigt werde.

Von der Politik forderte der SWR-Präsident Mut zur Qualität für geeignete Rahmenbedingungen. Für Rahmenbedingungen, die Sicherheit und Transparenz gewährleisten, gleichzeitig aber auch erfolgreiches Wirtschaften ermöglichen und selbstverantwortliches Handeln stärken. Handlungsspielraum gebe es genug. Die Gesellschaft rief er auf, zu einem durchaus auch kontroversen, aber sachlichen Austausch zurückzufinden, denn nur gemeinsam können Weichen für die Zukunft Südtirols gestellt werden.
 
Klares Bekenntnis zum SWR

Abschließend ging Moser noch auf die Rolle des Südtiroler Wirtschaftsringes ein. „Der SWR ist ein klares Bekenntnis der Verbände zur Zusammenarbeit im Sinne und im Auftrag der Wirtschaft. Diesen Auftrag wollen wir auch in Zukunft wahrnehmen. Wir werden immer dann unsere Stimme erheben und unseren konstruktiven Beitrag leisten, wenn es um die Entwicklung Südtirols und um die Entwicklung der heimischen Wirtschaft geht“, so Moser. Und um ein starkes Zeichen für die Wirtschaft zu setzen, wurde anlässlich der jüngsten Vorstandssitzung der Grundsatzbeschluss gefasst, die beiden Plattformen für die Wirtschaft – SWR und USEB – zusammenzuführen und eine gemeinsame Plattform für die Wirtschaft zu schaffen und den Südtiroler Bauernbund in der Rotation der Präsidentschaft den vier Gründungsverbänden gleichzustellen. „Mit diesen Veränderungen beweisen wir Mut zur Zukunft. Für eine erfolgreiche Wirtschaft. Für eine Wirtschaft mit Qualität“.
 
Der Landeshauptmann und Landesrat für Wirtschaft, Arno Kompatscher, ging in seiner Ansprache auf die Rolle der einzelnen Akteure und ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Wirtschaft ein. Gerald Lembke, Professor für Digitale Medien und Leiter des Studiengangs Medienmanagement und Kommunikation in Baden-Württemberg Mannheim gab den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern Handlungsempfehlungen für ihren unternehmerischen Alltag. Darüber, in welchen Bereichen „Mut zur Zukunft“ gefragt sei, diskutierten anschließend die Direktorin des Organisationsamtes der Südtiroler Landesverwaltung Patrizia Nogler, der Direktor des neuen Sonderbetriebes für die Wirtschaft Hansjörg Prast, Unternehmer Harald Oberrauch und SWR-Präsident Philipp Moser.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen