lvh verweist auf Luftqualitätsbericht 2021

Nächtliches Fahrverbot in Tirol: „Eine nicht gerechtfertigte Entscheidung“

Mittwoch, 06. Juli 2022 | 16:41 Uhr

Bozen – Der in den letzten Wochen veröffentlichte Luftqualitätsbericht 2021 von Tirol bestätigt, was die lvh-Warentransporteure schon seit einigen Jahren fordern: Die Werte entlang der Brennerachse verbessern sich stetig und das Nachtfahrverbot für den Schwerverkehr ist somit nicht mehr gerechtfertigt.

Seit nunmehr vier Jahren kämpfen Südtirols Warentransporteure vehement gegen eine Maßnahme, die ihre unermüdliche Tätigkeit regelrecht ausbremst: das nächtliche Transitverbot in Tirol auf dem österreichischen Abschnitt der Brennerautobahn. „Eine für die gesamte Sparte ausgesprochen negative Maßnahme, die unweigerlich zu einem wirtschaftlichen Schaden führt, zumal so die Nutzung der Infrastruktur 24 Stunden am Tag unterbunden wird“, so die lvh-Warentransporteure.

Der kürzlich in Tirol veröffentlichte Bericht über die Luftqualität im Jahr 2021 könnte nun ein weiterer Anstoß sein, eine Regelung zu beenden, die von den Warentransporteuren mittlerweile als anachronistisch, unzureichender Rechtsgrundlage auf EU-Ebene und vor allem als ungerecht empfunden werde: Die vorliegenden Daten bestätigen nämlich eine deutliche Verbesserung der Luftqualität, selbst jene der letzten Monate, als die Emissionswerte für Stickoxide trotz des zunehmenden Güterverkehrs konstant unter den Grenzwerten geblieben sind. “Der vermehrte Einsatz von modernen, emissionsarmen Fahrzeugen führt eher zu den gewünschten Ergebnissen als die rein politische Entscheidung, den nächtlichen Lkw-Verkehr in Tirol zu verbieten”, so Elmar Morandell, Obmann der Warentransporteure im lvh. „Die Fortschritte in Sachen Schadstoff- und Lärmbelastung sind auf den stets angestrebten Fahrzeugaustausch zurückzuführen. Gerade deshalb fordern wir erneut, dass das Transitverbot endlich aufgehoben wird und wir die Infrastruktur wieder uneingeschränkt nutzen können, was unsere Arbeit erleichtern würde. Die Straße muss 24 Stunden am Tag genutzt werden können. In ganz Europa werden die Waren die Nacht transportiert, außer in Tirol nur am Tag, zum Leid der Bevölkerung und zum Schaden der Verkehrssicherheit.“

Außerdem gelte es zu unterstreichen, dass der nächtliche Lkw-Transit den Tagverkehr an besonders frequentierten Zeiten wie etwa im Sommer reduzieren würde, gerade wenn die Spitzenwerte im Pkw-Verkehr am höchsten sind. Dabei nicht zu vergessen, dass die Aufhebung des Verbots die Notwendigkeit der Blockabfertigung bei Kufstein um einiges reduzieren würde, was allen Verkehrsteilnehmern zugutekäme.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Nächtliches Fahrverbot in Tirol: „Eine nicht gerechtfertigte Entscheidung“"


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Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Was ist mit dem Nachtlärm? Jeder möchte ruhig schlafen!

Faktenchecker
1 Monat 7 Tage

Du schläfst auf der Autobahn?

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 7 Tage

…jeder darf selber bestimmen, wann in seinem Garten herumgetrampelt werden darf…
😆

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@Faktenchecken…. an der Autobahn, sollte es heissen… denkt man ans Inntal, so ist die Autobahntrasse erhöht, Lärmbelästigung durchwegs ein Problem, vor allem nachts…

Nichname
Nichname
Superredner
1 Monat 7 Tage

Der Herr Morandell kann es ja nicht wissen, weil er wahrscheinlich weit weg von der Autobahn wohnt. Das Nachtfahrverbot wurde nicht wegen der Luftqualität, sondern wegen der Lärmbelastung eingeführt. Wenn man die von der EU vorgegebenen Dezibel einhalten will, dann muss man die Laster nachts stilllegen.  

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 7 Tage

…Morsndell will halt fahren, Tag und Nacht…
😆

flocke
flocke
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

sol Italien koan Österreicher mehr übern Brenner lossn..und Deutschland a koan..no kennen sie gscheide sein ..
SEL war woll gerecht ..sie wellns jo net onders..

Galantis
Galantis
Superredner
1 Monat 7 Tage

..aber die Italiener sollen schon über den Brenner nach Österreich, Deutschland usw. fahren dürfen, oder?

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