EU verbietet chemische Feinde von Bienen

Neonicotinoide: EU beschloss Verbot von drei Bienen-Killern

Freitag, 27. April 2018 | 12:35 Uhr

Die EU hat am Freitag ein Verbot von drei als Bienen-Killer geltenden Insektiziden – sogenannten Neonicotinoiden – beschlossen. Dies teilte das Umweltweltministerium nach einer Abstimmung im entsprechenden Fachausschuss in Brüssel mit. Österreich habe für das Verbot gestimmt, die Insektizide für alle Freilandkulturen verboten.

In Studien sei nachgewiesen worden, dass die drei Neonicotinoide einen negativen Einfluss auf Bienenpopulationen hätten, erklärte Umwelt- und Agrarministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Das Verbot bringe allerdings die Rübenbauern in eine schwierige Situation, da es in diesem Bereich keine alternativen Insektizide gebe. Deshalb arbeite die Regierung an einem Maßnahmenplan für Rübenbauern. Köstinger rief die EU-Kommission, den Handel und die Industrie auf, die heimischen Zuckerproduzenten zu unterstützen.

Das EU-Verbot von drei Bienen-Killern – sogenannten Neonicotinoiden – ist von Europaabgeordneten begrüßt worden. Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach sieht dies aber nur als Etappensieg, sie forderte ein Verbot aller Neonicotinoide. “Österreich muss unter den Mitgliedstaaten für ein Verbot aller Neonicotinoide werben. Stoppen können wir das Bienensterben nur mit einem europaweiten Verbot.”

Zufrieden zeigte sich der grüne Europaabgeordnete und Imker, Thomas Waitz. “Das Verbot ist ein wichtiger Schritt zur Rettung der Bienen und damit zur Erhaltung unserer Landwirtschaft.” Köstinger habe Wort gehalten und für das Verbot gestimmt, obwohl sie von der Zuckerrübenwirtschaft und der Landwirtschaftskammer unter Druck gesetzt worden sei, sagte Waitz. Dafür gebühre ihr Anerkennung und Dank. “Der nächste Schritt muss ein nationales Glyphosatverbot sein sowie die Verankerung von Umwelt- und Klimaschutz in der gemeinsamen Agrarpolitik.”

Bei den drei nunmehr für alle Freilandkulturen verbotenen Wirkstoffen aus der Gruppe der Neonicotinoide handelt es sich um Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam.

Von: apa

Kommentare

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15 Kommentare auf "Neonicotinoide: EU beschloss Verbot von drei Bienen-Killern"


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Schatten
Schatten
Superredner
25 Tage 17 h

sel wird ober a zeit!!!

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
25 Tage 15 h

Nach 30 Jahren… und wieder einmal sieht man das Gift eben Gift ist und nicht Selektioniert…

nudelsuppe
nudelsuppe
Grünschnabel
25 Tage 13 h

Stimmt!!!!

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
24 Tage 21 h

@Mistermah
so wie BPA: obwohl es schon seit langer Zeit als sicher krebserregend gilt, wurde es erst vor kurzer Zeit verboten. So viel zum Thema Politik und Gesundheitsschutz!

Paul
Paul
Superredner
25 Tage 14 h

alle Pestizide und Herbizide verbieten

So sig holt is
So sig holt is
Tratscher
25 Tage 13 h

und alle Putzmittel und sonstige Chemikalien dann auch

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
24 Tage 21 h

@So sig holt is
ganz genau, es geht auch mit natürlichere Varianten! Der homo sapiens vergiftet Tag für Tag die Welt in die er lebt und somit auch sich selbst!

Aurelius
Aurelius
Superredner
25 Tage 12 h

es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das Verbot müsste überall und für alle Neonicotinoiden gelten, sowie für das Glyphosat oder Roundap und für alle Bienengefährliche Mitteln. Auserdem sollte das Behandeln des Untergewuchses und Böschungen mittels Herbizieden unterlassen werden, denn das setzt den Bienen auch zu. Da sind die Bauern gefordert, aber auch der Private in seinem Garten

Tobi
Tobi
Neuling
24 Tage 22 h

De Mittel sein schun seit 40 Johr im einsotz, fan bienensterben heart man ober ersch seit a poor johr. also werd die Ursoche eps onders sein. z.B. Varroamilbe.
übrigens a Bio verwendet Mittel de fir Bienen giftig sein.
Mechanische Unkrautbekämpfung isch fir Bienen sicher gfahrlicher wia glyphosat. Wenn sie afn unterbewuchs af die blüten sitzen und sie dr biobauer mit seiner unkrautbürste zerfetzt

Aurelius
Aurelius
Superredner
24 Tage 18 h

@Tobi
beim bio geb ich dir teilweise recht. ich hab auch nicht für bio gesprochen. Fakt ist dass Untergewüchsbekämpfung immer schlecht ist für die Biene. Seit der intensiven Obstbaubewirtschaftung steigt auch das Bienensterben rasant an. die Varroamilbe ist auch ein Problem. Aber alles auf die Milbe zu schieben ist das einfachste und alles ist gut. Dem ist aber nicht so. Wie kann mir dann einer erklären, dass es während der Blüte immer weniger Flugbienen zu sehen gibt?

Tobi
Tobi
Neuling
24 Tage 10 h

@Aurelius
Unterbewuchsbekämpfung schützt a die Bienen, wenn noch der Blüte der Bäume Bienengefährliche Mittel gespritzt werden. Weil wo koane Blüten sein a koane Bienen de zu schoden kemmen.
Und a wenn de Wirkstoffgruppe verboten werd nor werd holt a onderes Bienenschädliches Mittel gspritzt.
Dr Schutz fa die Bienen isch fa mir aus ausreichend wenn man sich an des Gesetz holtet des in Einsotz fa gfahrliche Mittel wärend dr Bienenwonderung verbiatet.

nikki
nikki
Grünschnabel
25 Tage 15 h

Endlich mol a bissl Vernunft.
Es isch kurz vor 12.

So ist das
So ist das
Superredner
25 Tage 15 h

Da wacht wohl endlich jemand auf, denn Bienen sind mehr als nur Honiglieferanten.

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
24 Tage 23 h

Und wieder werden es die Betroffenen nicht verstehen wollen.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
24 Tage 21 h

ich würde gerne von den Minusdrücker lesen wieso sie Minus drücken? Würde mich echt interessieren. Ist es für euch so schwierig zu verstehen, dass Bienen massenweise sterben und wir immer mehr durch Chemikalien und künstliche Hormone vergiftet sind und somit unsere Gesundheit und Zukunft in grosser Gefahr ist?

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