Hilfsmaßnahmen derzeit auf Kathmandu und Gorkha konzentriert

Nepal: Millionen von Menschen brauchen Hilfe

Mittwoch, 29. April 2015 | 16:38 Uhr

Bozen – Nach dem Erdbeben in Nepal sind über eine Million Menschen obdachlos. 400.000 Gebäude sind völlig eingestürzt, acht Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Derzeit werden 5.000 Todesopfer gezählt, doch es wird befürchtet, dass sich die Zahl noch erhöht, sobald sich die Rettungskräfte durch die Trümmer gegraben haben und Informationen aus entlegeneren Landesteilen eingetroffen sind. Viele Dörfer sind wegen der zerstörten Straßen und Brücken sowie wegen des anhaltenden Regens noch immer von der Hilfe abgeschnitten. Die Caritas konzentriert ihre Hilfsmaßnahmen derzeit auf Kathmandu und auf den Bezirk Gorkha.
 
Vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben ist die Situation der Menschen in Nepal weiter dramatisch. Der Transport von dringend benötigten Hilfsgütern ist nach wie vor schwierig. In Kathmandu ist die Lage am schlimmsten. Dort ist eine Million Menschen auf Hilfe von außen angewiesen. “Unter Bergen von Trümmern suchen die Helfer immer noch nach Überlebenden. Obwohl es immer wieder regnet, campieren viele Menschen im Freien auf den Straßen, weil ihre Häuser zerstört oder einsturzgefährdet sind. Sie brauchen dringend sauberes Trinkwasser, Lebensmittel, Decken und Zelte, um sich vor dem Regen schützen zu können“, berichten die Katastrophenhelfer der Caritas Österreich Thomas Preindl und Andreas Zinggl aus dem Krisengebiet. Gemeinsam mit weiteren Helfern und Freiwilligen planen sie die Hilfsmaßnahmen der Caritas in Kathmandu und im Bezirk von Gorkha. Derzeit versorgt die Caritas dort 10.000 Familien mit provisorischen Notunterkünften, Hygienepaketen, Lebensmitteln Wasseraufbereitungstabletten sowie Decken.
 
Weitere Hilfe ist bereits unterwegs: 20.000 Zelte und Planen, 80.000 Decken, 40.000 Stück Seife, Matten, sauberes Trinkwasser und 16.700 Wasseraufbereitungstabletten sind bereits in Nepal angekommen und werden in den nächsten Tagen verteilt. Weiters werden Medikamente und Fachpersonal ins Katastrophengebiet gebracht, wodurch etwa 110.000 Menschen mehrere Monate lang medizinisch versorgt werden können.
 
„Wir werden noch lange Hilfe brauchen“, berichtet Prakasch Khadka von der Caritas Nepal. Die Reis- und Kartoffelfelder können derzeit nicht bestellt werden. „Wenn die Ernte ausfällt haben die Menschen in den nächsten sechs Monaten nicht genug zum Essen“, befürchtet der Caritas-Mitarbeiter.
 
Wer die Nothilfe für die Erdbebenopfer in Nepal unterstützen möchte, kann dies unter dem Spendenkennwort „Nepal“ über folgende Bankkonten der Caritas tun:
 
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801
Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032

Von: ©mk

Bezirk: Bozen